Innung für Elektro- und Informationstechnik München
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Aktuelle Informationen

Letzte Änderung am 22.02.2020



17.02.2020 - 22.02.2020


Consumer Electronics/IT

Albrecht DR 490: Neues Hybridradio mit DAB+, Internet- und UKW-Empfang
Edel und klangstark – mit seinem makellosen Design in einem hochwertigen Holzgehäuse überzeugt das neue Hybridradio von Albrecht Audio mit seinem kristallklaren Klang. Das Gerät verfügt über DAB+/Internet- und UKW-Radioempfangr. Sollte dies dem Anwender nicht genügen, ist sogar eine Kopplung mit dem Smartphone möglich, um Musik zu streamen. Über ein großes 2,4 Zoll Farbdisplay ist die Bedienung sehr einfach zu handhaben und Musiktitel und weitere Informationen sind deutlich einsehbar.

Ist das DR 490 mit dem Internet verbunden, zeigt es selbst bei eingestelltem UKW-Empfang Logos der Sender an. Über eine Smartphone App lässt sich bei schlechtem DAB- oder UKW-Empfang ein Wechsel zu Internetradio vornehmen. Das Hybridradio verfügt über einen Wecker und Sleep-Timer sowie einen Kopfhöreranschluss. Über eine mitgelieferte Fernbedienung oder die App ist die Radiosteuerung auch vom Sofa aus kein Problem. Das Hybridradio Albrecht Audio DR 490 ist ab sofort im Fachhandel für 99,90 Euro erhältlich. Durch eine Kooperation mit dem Internetradiosender ByteFM wird es zudem Sondereditionen mit entsprechendem Logo auf dem Gerät geben.
www.alan-electronics.de


Streaming/Video-on-Demand/Podcasts

SPIEGEL TV Wissen und SPIEGEL Geschichte starten bei waipu.tv
Mit SPIEGEL TV Geschichte und Wissen kommen waipu.tv-Nutzer ab sofort in den Genuss zweier neuer, hochwertiger Pay TV Kanäle aus dem Bereich Reportagen und Dokumentationen. SPIEGEL Geschichte bietet dabei das umfangreichste Geschichtsprogramm im deutschsprachigen Pay TV und Formate, bei denen Ereignisse, Menschen und Momente des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen. SPIEGEL TV Wissen wartet mit hochwertigen internaionalen Formaten auf, die sich um relevante Themen aus Gesellschaft, Kultur, Technik und Umwelt drehen. Zu den aktuellen Highlights von SPIEGEL Geschichte zählen unter anderem die Formate „Operation Goldrausch“ oder „Sündenbabel Berlin“, die begleitende Doku zur Sky-Serie Babylon Berlin. SPIEGEL TV Wissen begeistert seine Abonnenten etwa mit „Rosberg über Rosberg“ und „Deutschlands Mega-Fabriken“. Beide Kanäle stehen Zuschauern seit heute innerhalb des Perfect-Pakets von waipu.tv zur Verfügung.

Schon seit längerer Zeit in Standardauflösung im Portfolio zu finden, starten die Kanäle DMAX HD und TLC HD ab sofort auch in Hochauflösung auf waipu.tv. Nutzern des Perfect-Pakets stehen beide Kanäle automatisch in HD zur Verfügung, innerhalb des Comfort-Pakets werden DMAX und TLC weiterhin in SD ausgestrahlt.
www.waipu.tv

Mit Hilfe des hr: Hessischer Landtag führt neuen Livestream ein
Der Hessische Landtag hat einen neuen Livestream-Serevice einführen, wie Landtagspräsident Boris Rhein heute mitteilte.

„Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger die Politik im Hessischen Landtag live verfolgen können. Das ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Transparenz und dient der Vermittlung der parlamentarischen Entscheidungsprozesse“, so der Präsident.

Mit dem neuen Livestream steht ein umfangreiches Informationsangebot zur Verfügung. Im Livestream selbst werden die aktuellen Tagesordnungspunkte sowie die Namen und Fraktionszugehörigkeiten bzw. Funktionen der Redner eingeblendet, um für die Zuschauer eine bessere Nachvollziehbarkeit zu ermöglichen.

Ergänzend wird direkt auf der Internetseite des Livestreams mit einem Klick der Ablaufplan abrufbar sein, damit Interessierte sich gezielt über die Aufrufzeiten der Tagesordnungspunkte informieren können. Der Ablaufplan wird während der Sitzung regelmäßig aktualisiert, wenn es zu Änderungen oder zeitlichen Verschiebungen kommt.

Um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen, werden die Tagesordnungspunkte übersichtlich dargestellt und es stehen weitergehende Informationen zur Verfügung. Alle Tagesordnungspunkte werden inhaltlich kurz zusammengefasst und die dazugehörigen Drucksachen können direkt abgerufen werden.

„Natürlich können interessierte Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin on demand die Debatten nachträglich in unserem Videoarchiv bei Youtube anschauen“, ergänzte Rhein. Mit dem Videoarchiv können die Plenardebatten zu den verschiedenen Themen bei Interesse jederzeit nachverfolgt werden.

Partner für die technische Umsetzung des Livestreams ist der Hessische Rundfunk. „Die Landtagsdebatten sind der Kern unserer Demokratie“, sagt dessen Intendant Manfred Krupp. „Wir freuen uns, wenn die Technik des Hessischen Rundfunks dabei helfen kann, die Debatten für alle zugänglich zu machen.“
www.hessischer-landtag.de

Radioplayer für Apple-Watches
Das Handy einfach mal liegen lassen auf dem Weg zum Bäcker, auf der Joggingrunde oder für den Spaziergang in der Mittagspausen liegt voll im Digital Detox Trend. Und je größer und unhandlicher die Smartphones werden, desto weniger gern haben wir sie immer und überall dabei. Trotzdem wollen wir im Notfall den Anschluss nicht verlieren und so erfreuen sich die Wearables mit GSM-Funktion immer größerer Beliebtheit. Mit aktivierter eSIM des Mobilfunknetzbetreibers lassen sich mit ihnen unter anderem Anrufe tätigen, Nachrichten versenden, Aktivitäten messen oder samt gekoppelter Bluetooth-Kopfhörer natürlich auch Musik hören. Es reicht aber allgemein, wenn die Apple Watch einen Internet-Zugang hat. Das kann zum Beispiel auch per WLAN sein.

Genau zu diesem Zweck ist der Radioplayer ab sofort auch als Standalone-App und optimiert für WatchOS verfügbar. Die Sendersuche kann diktiert oder auf dem kleinen Display der AppleWatches gescribbelt werden, Favoriten und zuletzt gehörte Stationen sind für den Schnellzugriff verfügbar und sämtliche Sender sind hilfreich in die beliebtesten Genres wie etwa Pop, Rock, Lounge, Nachrichten oder Jahrzehnte unterteilt. Hinzu kommen die Titelinformationen und die einfache Lautstärke-Regelung an der Digital Crown.

Empfehlungen, die Listung der knapp 2000 Radioplayer-Stationen nach A-Z sowie „Neueste Podcasts“ aus dem Portfolio des Aggregators runden das Angebot ab. Die Apple-Watch-App ist ab sofort und kostenfrei im iOS-Store verfügbar und ebenfalls im StreamOn-Angebot der Telekom integriert.
www.radioplayer.de


TV und Radio Aktuell

RTL überträgt den großen Preis von Vietnam aus Deutschland
Aufgrund der nicht kalkulierbaren Verbreitung des Coronavirus und den Risiken für die Gesundheit der Kollegen wird RTL von einer Vor-Ort-Berichterstattung des Formel 1 Rennens aus Vietnam am 5. April absehen. Die komplette Produktion der Livesendung wird stattdessen nach Köln verlagert.

"Wir haben eine hohe Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei einer Berichterstattung aus Hanoi erscheinen uns die Risiken für deren Gesundheit nach sorgsamer Prüfung als zu groß. Wir sind zu dieser Entscheidung gekommen, nachdem wir zahlreiche Informationsstellen abgefragt und unterm Strich keine aus unserer Sicht verlässliche Einschätzung der Situation vor Ort erhalten haben", so RTL-Sportchef Manfred Loppe.

Der große Preis von Vietnam wird in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragen und findet auf dem Hanoi Motor Sport Circuit statt. Am Dienstag hatte die Chefpromoterin des 3. Saisonrennens in Hanoi erklärt, dass der Grand Prix ungeachtet der anhaltenden Corona-Epidemie weder abgesagt noch verschoben wird. Nach der Verschiebung des Großen Preises von China in Shanghai kamen auch Zweifel an der Ausrichtung der Veranstaltung in Hanoi auf. Die Hauptstadt Vietnams liegt nur rund 150 Kilometer entfernt von der Grenze zu China.
www.rtl.de

ARD zum Rundfunkbeitrag: "Wir werden weiterhin das bestmögliche Programm anbieten"
Für die Beitragszahler bedeutet es die erste Erhöhung seit zwölf Jahren, für die ARD weitere Einsparungen: Die KEF empfiehlt in ihrem aktuellen Bericht, den Rundfunkbeitrag auf 18,36 Euro anzupassen. Der Beitrag beträgt derzeit 17,50 Euro im Monat für ARD, ZDF und Deutschlandradio.

"Auch bei einem Rundfunkbeitrag von 18,36 Euro werden wir weiter äußerst diszipliniert wirtschaften müssen. Dieser Aufgabe sind wir uns bewusst, und dieser Aufgabe werden wir uns stellen", sagt ARD-Vorsitzender Tom Buhrow. Die ARD müsse künftig auch mal Dinge lassen. Das Ziel: "Wir müssen Prioritäten setzen und werden so weiterhin das bestmögliche Programm für die Menschen, die uns Monat für Monat bezahlen, anbieten. Gerade jetzt in Zeiten von Polarisierung, Fake News und mangelndem Respekt im Alltag."

Zwölf Jahre ist der Rundfunkbeitrag nicht angestiegen, während sich in der gleichen Zeit die Lebenshaltungskosten in Deutschland um insgesamt gut 14 Prozent erhöht haben. Bundesweit hat die Umstellung von der geräteabhängigen Rundfunkgebühr auf den Rundfunkbeitrag pro Haushalt im Jahr 2013 insgesamt zusätzliche Einnahmen ergeben. Dieses Geld floss in eine sogenannte Beitragsrücklage. So konnte der Rundfunkbeitrag stabil gehalten und sogar einmal gesenkt werden. Die Mittel aus dieser Rücklage werden nun Ende 2020 aufgebraucht sein.

Dass der Rundfunkbeitrag so viele Jahre nicht angestiegen ist, hat auch damit zu tun, dass die ARD auf vielen Ebenen ihre Ausgaben reduziert und tiefgreifende Strukturreformen eingeleitet hat. "Wir haben Organisationsstrukturen angepasst, Produktionsabläufe optimiert und Personal abgebaut", so Tom Buhrow. "Sonst wäre das nicht zu leisten gewesen."

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat gestern (20.2.2020) ihren 22. Bericht an die Länder übergeben. Damit ist die zweite Phase des Verfahrens zur Feststellung des Rundfunkbeitrags abgeschlossen. Über die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags entscheiden jetzt die 16 Landtage der Bundesländer in Form eines Staatsvertrages, den zuvor alle Regierungschefs unterzeichnen müssen.

Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit ARD, ZDF und Deutschlandradio ist der Rundfunkbeitrag die Haupteinnahmequelle. Ein kleiner Teil des Geldes geht an die Landesmedienanstalten, den Aufsichtsbehörden für den privaten Rundfunk.

Der Rundfunkbeitrag liegt seit 2015 bei 17,50 Euro im Monat für ARD, ZDF und Deutschlandradio, von 2009 bis 2015 lag er bei 17,98 Euro.
www.ard.de


Medien & Medienpolitik

Handelsblatt: Rund 48 Millionen Deutsche unsicher bei digitalen Technologien
Smartphones und Computer sind allgegenwärtig – doch die Bevölkerung hinkt der Entwicklung offenbar weit hinterher. 70 Prozent der Erwachsenen fühlen sich im Umgang mit digitaler Technologie unsicher - hochgerechnet rund 48 Millionen Bürger. Das ergab eine repräsentative Studie des Stifterverbandes und Amazon, die dem Handelsblatt vorliegt. Dafür wurden 1000 Menschen telefonisch interviewt. Selbst von den Befragten mit Hochschulabschluss gaben noch 63 Prozent an, sie fühlten sich "weniger sicher". Gut zwei Drittel würden gern digitale Grundfähigkeiten erlernen, um etwa besser im Internet recherchieren zu können. Ein Drittel zeigt sich auch bereit und interessiert, sich Spezialfähigkeiten wie Programmieren oder Datenanalyse anzueignen – immerhin 22 Millionen Menschen.

Die Zahlen zeigten "die immense Qualifikationsaufgabe, die auch außerschulisch gelöst werden muss", schreiben die Autoren. Denn zumindest die Grundschule helfe hier kaum weiter: Eine Mehrheit der Befragten meint, sie sei bei der Vermittlung digitaler Fähigkeiten "eher schlecht". Überraschend positiv schneiden allerdings weiterführende Schulen ab: Zwei Drittel sagen, diese seien "eher gut" beim Vermitteln von digitalen Kompetenzen.

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CDU) fordert ein breites zivilgesellschaftliches Engagement, um die verbreitete Unsicherheit zu bekämpfen: "Die Vermittlung wichtiger digitaler Fähigkeiten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die von Schulen allein nicht gestemmt werden kann. Mehr denn je braucht es auch eine engagierte Zivilgesellschaft und Wirtschaft“, sagte die Schirmherrin der Förderinitiative „digital.engagiert“ von Stifterverband und Amazon. Die Initiative fördert junge Teams, die sich mit digitalen Ansätzen für die Gesellschaft engagieren.
www.handelsblatt.com

KEF empfiehlt Anpassung des Rundfunkbeitrags auf 18,36 Euro
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) stellt in ihrem 22. Bericht für 2021 bis 2024 einen ungedeckten Finanzbedarf der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten von 1.525,4 Mio. € fest. Sie empfiehlt daher ab Januar 2021 eine Anhebung des monatlichen Rundfunkbeitrags um 86 Cent auf 18,36 €.

Am 20. Februar 2020 übergab der Vorsitzende der KEF, Dr. Heinz Fischer-Heidlberger, den 22. Bericht in Berlin an die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Für die Beitragsperiode 2021 bis 2024 haben ARD, ZDF und Deutschlandradio einen ungedeckten Finanzbedarf von insgesamt 3.035,4 Mio. € angemeldet. Dies würde einem Rundfunkbeitrag von monatlich 19,24 € entsprechen.

Die Kommission hat die Bedarfsanmeldungen der Rundfunkanstalten im Rahmen ihres Verfahrens nach den Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit geprüft. Sie kommt zu einer Verringerung des Finanzbedarfs um 1.510,0 Mio. €. Davon entfallen 719,6 Mio. € auf Aufwandsreduzierungen, 583,3 Mio. € auf Ertragszuschätzungen und 207,1 Mio. € auf Korrekturen bei den anrechenbaren Eigenmitteln.

In einer Gesamtschau erkennt die Kommission für 2021 bis 2024 Gesamtaufwendungen von 38.668,6 Mio. € an und stellt Gesamterträge von 35.650,8 Mio. € fest. Bei der ARD betragen die Gesamtaufwendungen 27.595,4 Mio. €, beim ZDF 10.017,2 Mio. € und beim Deutschlandradio 1.056,0 Mio. €. Die Gesamterträge belaufen sich bei der ARD auf 25.435,0 Mio. €, beim ZDF auf 9.260,1 Mio. € und beim Deutschlandradio auf 955,7 Mio. €.

Die anerkannten Gesamtaufwendungen für 2021 bis 2024 liegen um rund 1,8 Mrd. € über dem jetzt angemeldeten Betrag für 2017 bis 2020. Sie stehen den Anstalten zusätzlich zur Verfügung, um ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Das ist ein Anstieg von 4,8 % bzw. 1,2 % p.a.

Die Kommission stellt nach Abzug der verfügbaren Mittel von 1.492,4 Mio. € für 2021 bis 2024 einen ungedeckten Finanzbedarf von insgesamt 1.525,4 Mio. € fest. Bei der ARD beträgt der Fehlbetrag 858,0 Mio. €, beim ZDF 600,8 Mio. € und beim Deutschlandradio 66,5 Mio. €.

Von der daraus resultierenden Beitragserhöhung um 86 Cent entfallen 47 Cent auf die ARD, 33 Cent auf das ZDF und 4 Cent auf das Deutschlandradio. 2 Cent der Erhöhung entfallen auf den Anteil der Landesmedienanstalten. Die Finanzbedarfsfeststellung macht eine neue prozentuale Aufteilung der Anteile von ARD, ZDF und Deutschlandradio am Rundfunkbeitragsaufkom­men erforderlich.
www.kef-online.de

VAUNET fordert anlässlich der Vorstellung des KEF-Berichts externe Kommission zur Evaluierung der Strukturen und des Angebots von ARD, ZDF und Deutschlandradio
Der VAUNET – Verband Privater Medien plädiert anlässlich des aktuell veröffentlichten KEF-Berichts für eine Evaluierung der Struktur und der Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch eine unabhängige Strukturkommission. Ihr sollten auch externe Wirtschaftsexperten und Marktteilnehmer angehören. Auf der Grundlage der von ihr erarbeiteten Ergebnisse, müssten der Auftrag und die Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von der Medienpolitik neu definiert werden. Dabei muss auch dem gewachsenen und vielfältigen privaten Inhaltemarkt und den wirtschaftlichen Interessen der hier tätigen Unternehmen Rechnung getragen werden. In einem zweiten Schritt müsste dann die zukünftige finanzielle Ausstattung der Anstalten diesem Auftrag folgen.

Mit Blick auf die Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder im März 2020 sagte Hans Demmel, Vorstandsvorsitzender des VAUNET: „Bereits die von den Anstalten 2017 vorgelegten Berichte zu Auftrag und Strukturoptimierung haben gezeigt, dass das System sich nicht aus sich selbst heraus nachhaltig reformieren kann. Der VAUNET teilt die Einschätzung der KEF, dass weitergehende strategische Ansatzpunkte für tiefgreifende Umstrukturierungen und kostensenkende Reformmaßnahmen erforderlich sind. Eine Strukturkommission wäre die Lösung, um sachorientiert aufzuzeigen, wo Optimierungspotenziale in der Struktur der Öffentlich-Rechtlichen liegen könnten. Diese Neujustierung läge auch im Interesse der Anstalten. Der wachsenden Diskussion über die grundsätzliche Legitimation der beitragsfinanzierten Angebote kann konstruktiv nur begegnet werden, wenn als Gegenleistung für die Beitragsaufwendungen der Bürgerinnen und Bürger auch klar definierte Mehrwerte stehen.“

Der VAUNET setzt sich für eine Schärfung des inhaltlichen Profils der öffentlich-rechtlichen Anstalten ein, mit dem sie sich klarer von den Angeboten der privaten Sender unterscheiden sollten. „Copy & Paste“-Programme in Radio und TV in Konkurrenz zu den Privaten sind keine Aufgabe des beitragsfinanzierten Rundfunks. Schwerpunktmäßig könnten ARD, ZDF und Deutschlandradio 75 Prozent ihres Budgets auf die Bereiche Information, Kultur und Bildung konzentrieren. Diese sollten als Inhalt in den nutzungsintensivsten Zeiten gesendet werden und nicht in Randzeiten oder Spartenangebote ausgelagert werden. Die regionalen Dritten Programme könnten sich wieder stärker auf ihren regionalen Auftrag besinnen.

Klaus Schunk, Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste im VAUNET und Geschäftsführer von Radio Regenbogen, sagte: „Es ist bedauerlich, dass bis heute kein politischer Gestaltungswille für eine Auftragsbeschreibung der öffentlich-rechtlichen Radiowellen erkennbar ist, die dieses Vakuum fortgesetzt für ihre weitere Expansion nutzen. Zudem wird die hohe Finanzausstattung der öffentlich-rechtlichen Radiowellen für ihren DAB+-Umstieg mit dem aktuellen KEF-Beschluss fortgeschrieben. Umso dringlicher wird es, dass auch politische Antworten gegeben werden, wie die Privaten ihren Umstieg finanzieren sollen. Auch diese Frage ist leider unverändert unbeantwortet. Die UKW-Verbreitung wird noch lange die wirtschaftliche Grundlage des Geschäfts der privaten Radioveranstalter bleiben. Trotzdem steigt die Bedeutung auch von DAB+ als digitaler Übertragungsweg, insbesondere weil es eine politische Festlegung auf diese Technologie gibt. Wir benötigen deshalb für den weiteren Ausbau unserer DAB+-Aktivitäten gleichberechtigte Grundlagen mit den ARD-Radiowellen. Nur so können wir es vermeiden, dass aus dem Analog-Digital-Umstieg weitere Wettbewerbsnachteile zu Lasten der Privaten entstehen.“

Der VAUNET setzt sich weiterhin für eine Limitierung von Werbung und Sponsoring ein. Für das Privatradio ist die Umsetzung des sogenannten NDR-Modells (60 Minuten, ein werbeführendes Programm pro Anstalt) in allen ARD-Anstalten zielführend. Im Fernsehen spricht sich der VAUNET für eine Systemtrennung und damit für ein vollständiges Werbe- und Sponsoringverbot bei ARD und ZDF aus.
www.vau.net


Digitalradio Aktuell

SWR: Sonneninterferenzen sorgen für Ausfälle beim DAB+-Empfang
Zwischen dem 28. Februar und dem 3. März 2020 kann es täglich zwischen 12.43 Uhr und 12.50 Uhr zu Ausfällen der DAB+-Ausstrahlung des Südwestrundfunks an den Standorten Alf-Bullay (Kanal 11A), Diez an der Lahn (11A), Bitburg-Stahl (11A), Hillschied (11A), Memmingen (8A), Weingarten (8A), Schramberg (8D), Baiersbronn (8D), Lahr (8D), Bad Urach (8D), Sigmaringen (8D), Villingen-Schwenningen (8D), Murgtal (9D) und Buchen (9D) kommen, Grund sind klaut einer Mitteilung des SWR Beeinträchtigungen der Signalzuführung durch Sonneninterferenzen (Sun-Out).

Alle betroffenen Standorte werden per Satellit versorgt und verfügen über keine alternative Zuführung. Zweimal im Jahr steht die Sonne auf ihrer täglichen Bahn für ein paar Minuten am Himmel hinter den geostationären Satelliten, was zu Ausfällen führen kann, weil die Sonnenstrahlen auf den LNB der Satellitenantennen gebündelt werden.

Neben den Bouquets des SWR dürften auch andere DAB+-Ensembles und stellenweise auch die UKW-Zuführung betroffen sein.
www.swr.de

DAB+: KEF drängt weiter auf UKW-Abschaltung - Erwartungen wurden nicht erfüllt
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat in ihrem 22. Bericht für 2021 bis 2024 festgestellt, dass die von ihr formulierten Erwartungen im Bezug auf die Entwicklung des Digitalradios DAB+ nicht erfüllt und mehrere Meilensteine nicht erreicht wurden. Die KEF hatte unter anderem verlangt, dass bis heute die Entscheidung des Bundes und der Länder zum Konzept der UKW Abschaltung vorliege, eine zwischen den Marktpartnern verabredete Methodik zur Ermittlung der DAB+ Nutzung existiere und dass mindestens 27 Prozent der Haushalte DAB+ Empfänger besäßen (aktuell: 23,9 Prozent).

In Anbetracht dieser Entwicklung stand die Kommission vor der Entscheidung, weitere Mittel für die Einführung von DAB+ nicht anzuerkennen, da angesichts des Fehlens eines von Bund und Ländern erwarteten Konzepts zur UKW Abschaltung nicht absehbar ist, wann der teure Simulcast UKW/DAB+ eingestellt werden kann.

Die Kommission hat daher beschlossen, die seit dem 20. Bericht verfolgte Strategie beizubehalten, nämlich die Gesamtkosten der Ausstrahlung von UKW und DAB+ gemeinsam zu betrachten und das im 20. Bericht entwickelte Modell des Abschmelzens der Kosten bis zur Periode 2029 bis 2032 fortzuführen.

In dieser Periode werden dann nur noch die zum 20. Bericht ermittelten Kosten für die DAB+­-Ausstrahlung anerkannt, wobei in die damalige Kostenermittlung bereits eine jährliche Steigerungsrate in Höhe von 1,6 Prozent eingerechnet worden war. Bei der ARD belaufen sich diese hochgerechneten Kosten gemäß 20. Bericht auf 212,2 Millionen Euro, beim Deutschlandradio auf 95,9 Millionen Euro.

Das Deutschlandradio betreibe den DAB+ Ausbau laut KEF sehr konsequent. Bis Ende 2024 soll mit 199 Sendeanlagen nahezu Vollversorgung erreicht sein, gleichzeitig will das Deutschlandradio in den kommenden Jahren weitere UKW-Sendeanlagen abschalten.

In Anbetracht der Tatsache, dass gerade zu Hause die Hörfunknutzung auch über andere Verbreitungswege möglich ist, könne man laut KEF Ende 2020 von einer faktischen digitalen Vollversorgung ausgehen.

Anders als beim Deutschlandradio könne die von der ARD in ihrer facettenreichen Darstellung des Entwicklungsprojekts angegebene Versorgung nicht ohne Betrachtung der Versorgung im Sendegebiet der einzelnen Landesrundfunkanstalten und der Länder gewürdigt werden. Die ARD nennt folgende Zahlen: Empfang mit mobilen Endgeräten auf 93 Prozent der Fläche, 7 Prozent der Bevölkerung können die Programme zu Hause empfangen.

Während in Berlin, Bremen und Hamburg bereits eine 100-prozentige Versorgung mobiler Endgeräte erreicht ist, liegt die Versorgung beispielsweise in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen darunter. Der BR hat in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) eine zweite regionalisierte DAB+ Bedeckung realisiert, über die auch Programme privater Veranstalter ausgestrahlt werden. In Summe werden Ende 2020 nach Planungen der ARD 381 Sender DAB+ ausstrahlen. Bis Ende 2024 soll diese Zahl auf 562 steigen. Über DAB+ bietet die ARD 16 Programme an, die per UKW nicht zu empfangen sind.
www.kef-online.de

Quelle: www.satellifax.de




10.02.2020 - 15.02.2020


Satellit Aktuell

AG Sat sieht "klares Signal für Sat-TV"
Die Mediengruppe RTL Deutschland sowie die ProSiebenSat.1 Media SE haben ihre Partnerschaft mit dem Satellitenbetreiber SES verlängert. Der neue Distributionsvertrag umfasst die Ausstrahlung der jeweiligen Free-TV-Sender in Standardauflösung (SD) über die Astra Orbitalposition 19,2° Ost.

Matthias Dienst, Vorsitzender des Vorstands der AG SAT erklärt dazu: „Die Verlängerung des Distributionsvertrags ist ein eindeutiges und positives Signal für den Satellitenempfang. Somit bleibt der einzige Übertragungsweg mit unverschlüsselten, kostenfreien Programmen in der nahen Zukunft gesichert, unabhängig von einer Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender, die SD- und HD-Signale kostenfrei ausstrahlen.“

Christoph Mühleib, Geschäftsführer Astra Deutschland, hat einige Fragen zu den neuen Distributionsverträgen beantwortet:

- Welche Kanäle umfassen die Vereinbarungen mit den Sendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL? CM: „Die derzeit laufenden Vereinbarungen über eine SD-Verbreitung betreffen alle Free-TV Sender der beiden großen Mediengruppen.“

- Rechnen Sie mit weiteren, ähnlichen Vereinbarungen mit anderen Senderfamilien? CM: „Die Entscheidung liegt natürlich immer bei den Sendern, deshalb halte ich mich lieber an Tatsachen, anstatt Einschätzungen abzugeben. Aber Fakt ist, dass alle werbefinanzierten Sender, die man derzeit im Free-TV empfangen kann, auf eine möglichst hohe Reichweite angewiesen sind. Das bringt deren Geschäftsmodell nun mal mit sich. Und eine hundertprozentige Reichweite ist hinsichtlich der technischen Möglichkeiten in den Haushalten derzeit – und auch auf die nächsten Jahre gesehen – nur möglich, wenn der Senderbetreiber an einer SD-Übertragung festhält.“

- Welche Bedeutung messen Sie dem SD-Standard bei? CM „Die SD-Übertragung, oder besser gesagt die Übertragung in MPEG2, hat einen hohen Stellenwert für den deutschsprachigen Fernsehmarkt. Laut unserer letzten Messung haben zwar bereits knapp 78 Prozent aller TV-Haushalte in Deutschland die Möglichkeit, ihr Programm in HD-Qualität zu sehen. Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass jeder fünfte Haushalt nicht in der Lage ist, HD auf dem Fernseher zu empfangen. Und da sprechen wir noch nicht von den Zweitgeräten in den Haushalten. Wenn Sie also als Fernsehsender alle Haushalte in Deutschland erreichen wollen, sind Sie nach wie vor auf SD angewiesen.“
www.agsat.de

Medienbericht
ARD stellt ab 2021 die SD-Verbreitung ihrer Gemeinschaftsprogramme über Satellit ein Die ARD stellt zum Januar 2021 die Verbreitung ihrer Gemeinschaftsprogramme in SD-Qualität per Satellit ein. Ab diesem Zeitpunkt können die Zuschauer die Programme ausschließlich in HD-Qualität empfangen. Durch die Abschaltung spart die ARD erhebliche Kosten ein. In den vergangenen Jahren haben immer mehr Haushalte auf die bessere HD-Qualität umgestellt, und die Nutzung des SD-Empfangs ist beständig zurückgegangen. Die Entscheidung betrifft die gemeinschaftlichen ARD-Programme Das Erste, tagesschau24, ONE und ARD-alpha.

Für die Zuschauer des öffentlich-rechtlichen Fernsehens fallen durch die Abschaltung keine zusätzlichen Gebühren an. Sollten Haushalte noch nicht über HD-fähige Fernseher oder Receiver verfügen, müssten sie gegebenenfalls entsprechende Geräte anschaffen, um das HD-Signal empfangen und wiedergeben zu können. Über die Details wird die ARD ihr Publikum in den kommenden Wochen und Monaten umfassend informieren.
www.ard.de

Auch Arte schaltet voraussichtlich bis Ende 2020 SD-Signal über Satellit ab
Neben der ARD schaltet auch der deutsch-französische Kultrurkanal Arte sein SD-Signal über Satellit Ende 2020 ab. Das bestätigte Kemal Görgülü, Arte-Hauptabteilungsleiter Technik, gegenüber dem Magazin "InfoDigital".

"Wie Sie wissen, hat die ARD beschlossen, die SD-Verbreitung Ende des Jahres zu beenden. ARTE, Phoenix, Tagesschau24 und One teilen denselben Satellitentransponder. Schon deshalb kann ARTE nicht allein an demselben Platz bleiben und wird folglich auch seine SD-Verbreitung beenden. Wir sehen unsere Zukunft definitiv nicht mehr in der SD-Verbreitung unserer Signale und haben das ja ohnehin in Frankreich schon im Oktober 2016", so Görgülü.
www.arte.de


Digitalradio Aktuell

BR: Neues DAB+-Testensemble in Nürnberg
Der Bayerische Rundfunk (BR) testet aktuell die Ausbreitung von DAB+ mit unterschiedlichem Fehlerschutz im Rahmen eines Lokalensembles in Nürnberg. Im Kanal 6B werden Testtöne mit Fehlerschutz EEP 1-A, 2-A, 2-B und 3-A ausgestrahlt.

NRJ-Gruppe: Weiteres nationales Programm im zweiten DAB+-Bundesmux möglich
Die NRJ-Gruppe denkt über den Start eines weiteren bundesweiten Radioprogramms über DAB+ nach. In Betracht kommt dabei eine Verbreitung im zweiten, nationalen Multiplex. "In der Tat beschäftigen wir uns gerade mit der Frage ob, und wenn ja für welche unserer Programme dies interessant sein könnte", sagt Olaf Hopp, Geschäftsführer von Energy Deutschland, in einem Interview mit dem Portal "Radioszene.de".

Möglich wäre der DAB+-Start eines der Energy-Webradios, ein Deutschland-Ableger der internationalen Brands, etwa das Oldieformat "Nostalgie", das frauenaffine "Chérie FM" mit emotionaler Musik oder - wie in der Schweiz - ein ganz anderes, speziell auf den deutschen Markt zugeschnittenes Format.

Hopp lobt die Entscheidung, dass die Medienpolitik einen zweiten nationalen Multiplex an den Start gebracht hat: "DAB+ ist die Hörfunk-Übertragungstechnologie der Zukunft und wird UKW in den kommenden Jahren sukzessive ablösen. In Europa ebenso wie in Deutschland. Und da Deutschland einer der größten europäischen Werbemärkte ist, gibt es eine Vielzahl guter Gründe, einen zweiten nationalen und erstmals rein privaten DAB+ Multiplex an den Start zu bringen".

Da ab Ende 2020 nur noch Autoradios verkauft werden dürfen, die sowohl UKW als auch DAB+ empfangen und auch die Haushaltsausstattung mit stationären DAB+ Geräten weiter ansteigt, werde die Marktdurchdringung von DAB+ in den nächsten zwei bis drei Jahren auf über 50 Prozent anwachsen, prognostiziert Hopp.

Bereits mit dem nationalen Energy-Programm, das im ersten Bundesmux verbreitet wird, mache das Unternehmen exzellente Erfahrungen: "Die nationale DAB+ Verbreitung ist ein wahrer Turbo-Booster für UKW-Radiomarken", so Hopp. "Wenn Sie ausrechnen, wieviel mehr nationale Werbeerlöse steigende Hörerzahlen aus den Werbekombis von AS&S und RMS bringen, ist es ein einfacher Dreisatz, die Mehrkosten in Relation zu den Umsatzpotentialen zu setzen. Denn bei einem nur marginal steigenden nationalen Nettowerbemarkt sinkt der eigene Markt- und damit Erlösanteil zwangsläufig, wenn andere Sender überproportional wachsen".

Und dies koste langfristig unter dem Strich deutlich mehr Geld, als die Investition in einen neuen nationalen Ausspielweg erfordert. "Nebenbei sind die technischen Verbreitungskosten für DAB+ aufgrund des niedrigeren Stromverbrauchs günstiger als bei UKW. Man könnte auch sagen, DAB+ ist das ´klimafreundliche grüne Radio´, sagt Hopp.
www.energy.de

Lizenzen verlängert: Für den ersten bundesweiten DAB+-Multiplex geht es weiter
Am 13. Februar ist Weltradiotag. Radio ist das Informationsmedium, das weltweit die meisten Menschen erreicht. Es leistet einen wichtigen Beitrag für die Demokratie und eine unabhängige Meinungsbildung. Ein freier Radioempfang stellt sicher, dass weite Teile der Weltbevölkerung diskriminierungsfrei Zugang zu Informationen haben.

Die bedeutende Rolle, die Radio für die Gesellschaft spielt, zeigt sich auch im Vertrauen für dieses Medium. Die Menschen schätzen den Rundfunk als verlässliche Quelle für relevante Nachrichten und seriöse Informationen. Auch in Deutschland nutzen Bürgerinnen und Bürger Radio häufiger als jedes andere Medium: 94 Prozent der Bevölkerung schalten regelmäßig ein. Die durchschnittliche Hördauer liegt bei über drei Stunden pro Tag.

Einen wesentlichen Anteil an der großen Beliebtheit des ältesten elektronischen Massenmediums hat die Digitalisierung des Hörfunks. Moderne Übertragungstechniken wie DAB+ oder das Internet ermöglichen Radioerlebnisse mit echtem Mehrwert. Insbesondere mit DAB+ profitieren Hörerinnen und Hörer von einer größeren Auswahl und besserem Klang. Es verbindet den klassischen Radioempfang ohne Internetkosten mit der Vielfalt digitaler Programmangebote.

Die LMS hat diesen Prozess der Digitalisierung des Hörfunks von Beginn an unterstützt. Passend zum Weltradiotag konnten nun auch die Bescheide über die Verlängerung der Zuweisung von Übertragungskapazitäten auf dem 1. bundesweiten DAB+ - Multiplex ausgestellt werden – ein Verfahren, das die LMS für die Gesamtheit der Landesmedienanstalten betreut.

„Es freut mich, dass damit Rechts- und Planungssicherheit bis ins Jahr 2031 für die privaten Pioniere des Digitalradios in Deutschland geschaffen werden kann. Die Hörerinnen und Hörer können damit auch weiter die Programme Absolut Relax, ENERGY, ERF Plus, Klassik Radio, Radio BOB, Radio Horeb, Radio Schlagerparadies, Schwarzwaldradio und sunshine live bundesweit empfangen. Dies fördert auch weiterhin die Meinungsvielfalt auf dem deutschen Medienmarkt“, betonte der stellvertretende Direktor der LMS, Dr. Jörg Ukrow.
www.lmsaar.de

BLM begrüßt Start von zweitem nationalen DAB+-Multiplex
Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Siegfried Schneider, und der Vorsitzende des Medienrats, Walter Keilbart, haben im Rahmen der Sitzung des Medienrats am 13. Februar 2020 den geplanten Start des zweiten nationalen DAB+-Multiplexes begrüßt. Er soll bereits zur Internationalen Funkausstellung (IFA) im Herbst dieses Jahres ans Netz gehen.

Siegfried Schneider, Präsident der BLM: „Der zweite bundesweite DAB+-Multiplex mit bis zu 16 neuen nationalen privaten Programmen ist ein Meilenstein für das terrestrische Digitalradio. Sein Start wird der Entwicklung von DAB+ neue Impulse geben.“

Walter Keilbart, Vorsitzender des Medienrats: „DAB+ bedeutet nicht nur bessere Qualität und Klang, sondern vor allem auch mehr Vielfalt im Sinne der Hörerinnen und Hörer – deshalb ist der zweite bundesweite DAB+-Multiplex so wichtig für die zukunftsorientierte Fortentwicklung im privaten Radiomarkt.“

Möglich wird der Start des zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex durch die Beendigung eines Rechtsstreits und außergerichtliche Einigung zwischen der Digital Audio Broadcasting Plattform GmbH (DABP) und der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). Die bereits 2017 erfolgte Plattformzuweisung der SLM an die Antenne Deutschland GmbH ist damit jetzt bestandskräftig.

Anlass der Auseinandersetzung waren Zweifel der DABP an der Rechtmäßigkeit dieser Zuweisungsentscheidung gewesen. Die SLM hatte der Antenne Deutschland GmbH digitale DAB+-Übertragungskapazitäten zugewiesen und den Konkurrenz-Antrag der DABP abgelehnt. Dagegen hatte die DABP Ende 2017 Klage beim Verwaltungsgericht Leipzig erhoben, der das Gericht im Mai 2019 teilweise stattgegeben hatte.
www.blm.de

Medienbericht
Mehr DAB+ im Allgäu: BLM-Medienrat beschließt Simulcast-Verbreitung von Donau 3 FM Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat in seiner Sitzung am 13. Februar 2020 beschlossen, dem Ulmer Lokalsender Donau 3 FM die Simulcast-Verbreitung über UKW und DAB+ in der Region Donau-Iller zu ermöglichen: Er wies den Anbietern, der M.O.R.E. Lokalfunk Baden-Württemberg GmbH & Co. KG und dem Spartenanbieter Christlicher Rundfunk Günzburg e.V., eine entsprechende Datenkapazität im lokalen DAB-Versorgungsgebiet Allgäu 8B bis zum Ablauf der derzeitigen UKW-Kapazitätszuweisung am 30. Juni 2025 zu.

Die Ausstrahlung im bayerischen Allgäu-Donau-Iller-Multiplex erhöht die mobile DAB-Versorgung in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm für Donau 3 FM deutlich. Für eine Aufschaltung von Donau 3 FM auf das DAB-Netz Allgäu spricht auch, dass dadurch bestehende UKW-Versorgungsprobleme im Sendegebiet von Donau 3 FM beseitigt werden. Das wird sich durch die geplante Inbetriebnahme der DAB-Sendeanlage Pfänder im Juli dieses Jahres noch weiter verbessern.

Bei Donau 3 FM handelt es sich um ein von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) genehmigtes Angebot, dass angereichert mit bayerischen Lokalinhalten über die UKW-Frequenz Günzburg verbreitet wird. Donau 3 FM läuft bereits über den landesweiten baden-württembergischen DAB+-Landes-Multiplex und ist durch die Entscheidung des BLM-Medienrats künftig digital-terrestrisch vom Rhein-Main-Gebiet bis ins Allgäu und nach Vorarlberg auf einer Strecke von mehr als 400 Kilometern zu hören.
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Antenne Bayern und Rock Antenne: DAB+-Lizenzen verlängert
Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat in seiner Sitzung am 13. Februar 2020 die digitalen Datenkapazitäten der beiden landesweiten DAB+-Hörfunkangebote von Antenne Bayern und Rock Antenne um je um zehn Jahre verlängert: Sowohl die Zuweisungen für die in der Anbietergemeinschaft Antenne Bayern GmbH & Co. KG zusammengeschlossenen Anbieter als auch die für die Rock Antenne GmbH & Co. KG laufen nun bis 31. Oktober 2029.

Antenne Bayern ist laut Funkanalyse Bayern 2019 der im Freistaat meistgehörte Radiosender. Er weist einen hohen thematischen Bezug zu Bayern auf. Zudem ist das Angebot in eine Vermarktungskooperation mit dem lokalen Hörfunk integriert und trägt damit wesentlich zur Stabilisierung des gesamten Hörfunkkonzepts der Landeszentrale bei, so der BLM-Medienrat.

Das Angebot von Rock Antenne hebt sich als rockorientiertes Vollprogramm deutlich von anderen Formaten im landesweiten Multiplex ab. Es spricht seine Zielgruppe sowohl durch die Musik als auch durch journalistische Inhalte an. Besonders hob der Medienrat im Rahmen der Begründung seiner Entscheidung eine Kooperation mit der MEDIASCHOOL BAYERN hervor: Nachwuchsredakteure von M94.5 können bei Rock Antenne auf Sendung gehen.

Während alle Genehmigungen seit Juli 2016 entfristet sind, ist die Zuweisung von Übertragungskapazitäten befristet, so dass hier eine neue Entscheidung zu treffen war. Da im landesweiten DAB-Versorgungsgebiet sechs Monate vor Ablauf des Zuweisungszeitraums keine Interessensbekundungen vorlagen, hatte die Landeszentrale keinen Anlass für eine öffentliche Ausschreibung der Kapazitäten gesehen.
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Fehlerschutz im DAB-Netz Ingolstadt erhöht
Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat in seiner Sitzung am 13. Februar 2020 die Erhöhung des Fehlerschutzes im DAB-Netz Ingolstadt zur Kenntnis genommen. der Funkhaus Pfaffenhofen GmbH – im DAB-Netz Ingolstadt vergangenes Jahr sechs Hörfunkprogramme eingestellt und damit Kapazitäten zur Erhöhung des Fehlerschutzes bei den verbliebenen Sendern frei geworden waren.

Weil aus wirtschaftlichen und technischen Gründen eine Umsetzung bis zum 1. Januar 2020 notwendig war, erfolgte die mit der Erhöhung des Fehlerschutzes einhergehende Änderung der jeweiligen Zuweisungen auf Grundlage einer Präsidialverfügung.
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Zweiter DAB+-Bundemux: Antenne Deutschland muss noch 2020 auf Sendung gehen
Das Konsortium Antenne Deutschland muss noch in diesem Jahr mit dem zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex auf Sendung gehen. Wie aus dem Bericht von BLM-Präsident Siegfried Schneider zur gestrigen Medienratssitzung hervor ging, wurde die Frist zur Nutzung der Kapazitäten bis zum 31.12.2020 verlängert. Bis zu diesem Zeitpunkt wolle die begünstigte Antenne Deutschland GmbH alle Voraussetzungen zur Umsetzung des Sendebetriebs erarbeiten. Nach bisherigem Stand ist ein Sendestart zur IFA geplant.

Schneider verriet noch ein brisantes Detail: Die Kosten des Verfahrens würden von der Klägerin DAPD GmbH um Ex-Rennfahrer Steffen Göpel getragen und die verantwortliche sächsische Landesmedienanstalt (SLM) auch von etwaigen Schadensansprüchen freigestellt. "Nunmehr können die Beteiligten die ursprüngliche Zielsetzung für mehr Angebotsbreite, mehr Vielfalt und Informationszugewinn anpacken".
www.antenne-deutschland.de


Consumer Electronics/IT

10 Jahre HDTV-Regelbetrieb – rasante Weiterentwicklung
Am 12. Februar 2010 begannen im kanadischen Vancouver die Olympischen Winterspiele und die deutschen Fernsehzuschauer konnten sportliche Höchstleistungen bei ARD und ZDF erstmals in hoch auflösender HDTV-Technik im Regelbetrieb genießen. Leider aber nur über Satellit, denn die Kabelnetzbetreiber speisten das HD-Signal zu dieser Zeit noch nicht in ihre Netze ein.

Mit dem Start des HDTV-Regelbetriebs von ARD und ZDF konnten die Fernsehzuschauer in Deutschland bereits zwischen 18 HDTV-Programmen wählen. Dazu zählten neben den öffentlich-rechtlichen Hauptprogrammen und dem Kulturkanal Arte auch die kostenpflichtigen HDTV-Ausstrahlungen der privaten Programmfamilien um RTL und Sat1/ProSieben sowie die sieben HDTV-Kanäle des Abo-Senders Sky. Allerdings waren nicht alle Programminhalte auch in HD verfügbar, so dass anfangs noch die überwiegende Anzahl der Sendungen in Standard-Definition (SD) ausgestrahlt wurde.

Die Geräteindustrie hatte die Voraussetzungen für den Übergang zum Fernsehen in High-Definition-Qualität zügig geschaffen. So waren Ende 2010 bereits 28 Millionen HD-geeignete Fernsehgeräte in den deutschen Haushalten vorhanden. Aktuell ist jedes TV-Gerät im Handel selbstverständlich für HDTV geeignet. Laut Digitalisierungsbericht Video 2019 der Landesmedienanstalten steht in vier von fünf Haushalten (82,4 %) mindestens ein HD-Fernseher. 72 Prozent der TV-Haushalte empfangen TV-Programme auch in HD-Qualität, das entspricht 27,2 Millionen Haushalten.

Dementsprechend sind große Bilder und die beste verfügbare Auflösung mittlerweile die gefragtesten Ausstattungsmerkmale beim Fernsehgerätekauf in Deutschland. Nach aktuellen Marktdaten der gfu Consumer & Home Electronics GmbH hat bereits knapp die Hälfte aller TV-Geräte, die im Jahr 2019 verkauft wurden, eine Bilddiagonale von mehr als 45 Zoll (114 cm). 35 Prozent der in 2019 verkauften TV-Geräte haben eine Bildgröße von mehr als 55 Zoll (140 cm). Dadurch steigt die durchschnittliche Bildgröße der in 2019 verkauften Fernseher auf rund 45 Zoll.

„Nach nur zehn Jahren ist einerseits das hochauflösende Fernsehen HDTV in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Andererseits verharrt die technische Entwicklung nicht auf der Stelle und entsprechend interessante Weiterentwicklungen machen der ersten HDTV-Generation schon starke Konkurrenz. Mit vielen Details der technischen Weiterentwicklungen ist die jüngste Generation der TV-Geräte attraktiver denn je“, konstatiert Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der IFA-Veranstalterin gfu Consumer & Home Electronics GmbH. „So ausgereift die Technik moderner TV-Geräte mit 8k, OLED, HDR oder flexiblen Displays auch heute schon ist – wir sehen auch zukünftig Potential für eine Reihe spannender Entwicklungen“, resümiert Hans-Joachim Kamp. „Das betrifft nicht nur die Parameter der Bildqualität und der Auflösung, auch neue Materialien und Bauformen sowie flexible und transparente Displays werden in der Zukunft weitere starke Akzente setzen. Ich bin sicher, es bleibt spannend.“

Die technische Entwicklung kennt auch nach zehn Jahren HDTV-Regelbetrieb keinen Stillstand – dabei verlangen größere Bilder eine bessere Auflösung für den exzellenten Fernsehgenuss. Mit Ultra HD ist die Weiterentwicklung des bisherigen HDTV-Standards bereits verfügbar. Mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten liefert UHD die vierfache Auflösung von Full HD (1920 x 1080 Pixel). Entsprechend sind UHDTV-Sendungen, -Filme und -Serien in der Darstellung wesentlich schärfer und verfügen über deutlich mehr Bilddetails, feinere Farbabstufung und flüssigere Farbverläufe. Außerdem wirkt das Bild bei UHD ruhiger und flimmert nicht mehr. Mit zusätzlichen Verbesserungen wie HDR (High Dynamic Range) bekommt das Bild einen gesteigerten Kontrastumfang, also der Abstand zwischen dem dunkelsten und hellsten Bereich in einem Bild. Auch für UHD bietet die Geräteindustrie seit längerem ein vielfältiges Angebot, das regen Zuspruch erfährt. So wurden bis Ende 2019 knapp 14 Millionen UHD-Fernsehgeräte verkauft. TV-Modelle mit einer Bilddiagonale über 55 Zoll sind ausnahmslos für UHD geeignet.

Neueste Bildschirm-Generationen warten inzwischen bereits mit der nächsten Stufe in der Entwicklung der Bildauflösung auf: 8k-Auflösung. 8k mit fast 8.000 Bildpunkten verdoppelt die Auflösung im Vergleich zu Ultra HD nochmals. Insgesamt stellen 8k-Geräte die bewegten Bilder mit über 33 Millionen Pixeln dar, also im Vergleich zu HD mit der vierfachen Menge an Bildpunkten. In Filmstudios und anderen Produktionsumgebungen hat die 8k-Technik längst begonnen, sich zu etablieren. Für Konsumenten steht Bildmaterial in 8k-Auflösung zwar vorerst kaum zur Verfügung, aber eingebaute, effiziente Skalierer, die sich auf Künstliche Intelligenz stützen, können Material in konventionellen Auflösungen so geschickt an 8k-Bildschirme anpassen, dass die neue Technik einen sichtbaren Gewinn an Klarheit und Schärfe bringt. In Japan starten zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio erste 8k-Übertragungen.
www.gfu.de


Streaming/Video-on-Demand/Podcasts

ARD Mediathek ist erfolgreichstes non-lineares Fernsehangebot in Deutschland
Im Schnitt nutzen jeden Tag rund 621.000 Zuschauer die ARD Mediathek. Damit weist die ARD Mediathek den größten täglichen Publikumskreis innerhalb der Sendermediatheken auf - knapp vor der ZDF-Mediathek und deutlich vor den Mediatheken der kommerziellen Sender.

Die erfolgreichsten Streaming-Formate der Sendermediatheken stammen vom Ersten: "Sturm der Liebe" kommt im Jahresverlauf auf mehr als 75 Millionen Streamviews, für "Rote Rosen" wurden rund 43 Millionen Streamviews registriert.

Um vor allem für die jüngeren Zuschauer ein attraktives non-lineares Angebot zu machen, hat die ARD in diesem Jahr rund 20 Millionen Euro für die Produktion neuer Serien zur Verfügung gestellt, die alle ihre Premiere in der ARD Mediathek haben werden.

Konkret sind 16 neue Serien geplant, die gezielt auf die Nutzungsgewohnheiten im Netz hin konzipiert und produziert werden. Neben horizontaler Erzählweise geht es vor allem auch um Genres, die eher selten im linearen Programmangebot zu finden sind: etwa Science Fiction oder Mystery, aber auch um junge regionale Komödien, Comedy- und Dramaserien - in einer Folgenlänge von 30 oder 45 Minuten.

Finanziert werden die 20 Millionen Euro durch Umschichtungen in der ARD Degeto und den Landesrundfunkanstalten der ARD.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen: "Mit einem vielfältigen Serienangebot, das wir im Herbst starten, wollen wir die ARD Mediathek vor allem auch für jüngere User attraktiver gestalten. Schon jetzt stehen unsere DonnerstagsKrimis ebenso wie die Filme aus der Reihe 'Endlich Freitag im Ersten' jeweils mehrere Tage vor der Ausstrahlung zum Abruf in der ARD Mediathek bereit. Neben großen Eventproduktionen wie 'Babylon Berlin' oder 'Oktoberfest 1900' bieten wir vor allem auch mit unseren zahlreichen Dokumentationen und Reportagen, Unterhaltungs- und Sportsendungen das größte und umfassendste Angebot Deutschlands im Netz."
www.ard.de

ARD startet erweitertes HbbTV-Angebot
Die ARD bietet Zuschauern ihrer Fernsehprogramme ab jetzt die Möglichkeit, laufende Sendungen auf Tastendruck von Beginn zu starten. Alles, was es dazu braucht, ist ein Smart TV mit HbbTV-2.0.1 Funktionalität.

Zuschauer der Fernsehprogramme der ARD, die den Beginn einer Sendung verpasst oder im Verlauf der Sendung erst eingeschaltet haben, können ab sofort die Funktion REPLAY nutzen. Über das Drücken der blauen Farbtaste auf der Fernbedienung, gleich nach Einschalten eines Senders oder alternativ über die HbbTV Startleiste, können laufende Sendungen von Anfang an gesehen werden - Wartezeiten bis Sendungen in die Mediathek zu finden sind, entfallen.

Nahezu alle Fernsehprogramme der ARD bieten das HbbTV-Angebot REPLAY an. Zuschauer können REPLAY in den Gemeinschaftsprogrammen Das Erste, ONE und ARD-alpha sowie den Dritten Programmen BR Fernsehen (Nord, Süd), hr-fernsehen, MDR Fernsehen (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen), rbb Fernsehen (Berlin, Brandenburg), SR Fernsehen, SWR Fernsehen (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz), WDR Fernsehen (Köln, Aachen, Duisburg, Düsseldorf, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Essen, Köln, Münster, Siegen, Wuppertal) nutzen.

REPLAY ist eine Entwicklung des ARD Play-Out-Centers Potsdam und wird durch eine enge Verbindung zwischen dem Live-Fernsehsignal (Broadcast) und dem Internetstreaming möglich. Voraussetzung für die Nutzung des neuen Angebots ist daher ein mit dem Internet verbundenes Empfangsgerät der neuesten Generation (Smart-TV oder Set-Top-Box), welches die aktuelle Version des HbbTV-Standards (2.0.1) unterstützt. Diesen Standard weisen vor allem Geräte, die ab 2019 auf den Markt gekommen sind, aus.

Auf älteren Geräten wird REPLAY - das bundesweit über Satellit und Kabel sowie regional über DVB-T2 HD verfügbar ist - nicht in der HbbTV-Startleiste angezeigt.
www.ard-digital.de


Internet/Mobile Kommunikation

Jeder zweite Internetnutzer fordert Cyber-NATO
Krankenhäuser, Stromnetze oder öffentlicher Verkehr – die sogenannten kritischen Infrastrukturen müssen besonders gut vor Cyberattacken geschützt werden. Kommt es dennoch zu solch einem Vorfall, sollte Deutschland aus Sicht vieler Internetnutzer aktiv mit eigenen Cyberattacken zurückschlagen. Das meinen zumindest 46 Prozent der Internetnutzer, in der Szene spricht man dabei von Hackbacks. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland. „Hackbacks sind im Regelfall kein geeignetes Mittel der Cyberabwehr“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Herkunft von Attacken ist nur sehr schwer nachzuweisen. Wenn man etwa die Infrastruktur von mutmaßlichen Angreifern zerstören will, trifft man fast zwangsläufig auch unbeteiligte Dritte.“ Zwar müsse die Sicherheit Deutschlands auch im Cyberraum verteidigt werden. Die nötigen Ressourcen und Digitalkompetenzen sollten aber in erster Linie für eine defensive Cybersicherheitsstrategie eingesetzt werden. „Deeskalation muss auch bei Cyberkonflikten oberstes Ziel sein“, so Berg.

Mehr als acht von zehn Internetnutzern (83 Prozent) fordern außerdem, dass Deutschland seine Cyberfähigkeiten ausbauen sollte – auch um mögliche Angriffe zurückverfolgen zu können. Ähnlich viele (79 Prozent) wünschen sich mehr Investitionen in die Sicherheit kritischer Infrastrukturen. Gut zwei Drittel (68 Prozent) wollen, dass Deutschland mit anderen Staaten Regeln und Normen zum Umgang im Cyberraum formuliert. Jeder zweite Internetnutzer (51 Prozent) wünscht sich Cyber-Bündnisse mit anderen Staaten, etwa eine Cyber-NATO. Und jeder Dritte (36 Prozent) meint, Deutschland sollte in eigene Cyberabwehreinheiten investieren. Berg: „Unternehmen und Kritische Infrastrukturen stehen zunehmend unter digitalem Beschuss staatlicher Akteure. Deshalb braucht es eine internationale Verständigung darüber, wie Staaten im Cyberraum agieren. Bisherige Bemühungen auf UN-Ebene sind alle gescheitert. Die Münchner Sicherheitskonferenz ist eine geeignete Plattform, um eine bessere Zusammenarbeit im Cyberraum zu initiieren.“

Über den Nationalen Cyber-Sicherheitsrat, die Allianz für Cybersicherheit sowie die Sicherheitskooperation Cybercrime setzt sich Bitkom für den konstruktiven Austausch ein und bietet praktische Unterstützung für Unternehmen und Behörden.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Internetnutzer ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Sollte Deutschland Ihrer Meinung nach im Falle eines Cyberangriffs selbst aktiv mit Cyberattacken zurückschlagen?“ „Wie sollte Deutschland sich auf entsprechende Cyberattacken vorbereiten?“
www.bitkom.org

Quelle: www.satellifax.de




03.02.2020 - 08.02.2020


Satellit Aktuell

Medienbericht: Aus für freenet TV Sat
Das Unternehmen Media Broadcast hat laut einem Medienbericht die Vermarktung seiner HDTV-Plattform freenet TV Sat für Satellitenhaushalte eingestellt. Das kostenpflichtige Paket mit den HD-Versionen privater Free-TV-Sender werde ab sofort nur noch auf terrestrischem Weg via DVB-T2 angeboten, bestätigte ein Media-Broadcast-Sprecher gegenüber dem Branchendienst InfoDigital.

Die Nachfrage sei "deutlich unter unseren Erwartungen geblieben", wird der Sprecher zum Aus von freenet TV Sat weiter zitiert. "Media Broadcast fokussiert sein freenet-TV-Angebot ganz auf das erfolgreiche DVB-T2-Antennenfernsehen mit über einer Million Kunden und auf den Internet-Empfang."

Bestehende Satellitenkunden könnten die Programme noch bis Jahresende 2020 uneingeschränkt via Astra empfangen. Danach könnten sie Freenet via DVB-T2 weiternutzen oder zum Internet-TV-Schwesterdienst waipu.tv wechseln, hieß es. Neu sei, dass es für freenet TV via Antenne und waipu.tv laut dem Sprecher künftig Bündelangebote geben soll. Wie diese aussehen sollen, ist bisher aber noch offen. Aktuell laufen beide Dienste noch voneinander getrennt.

Nach dem Rückzug von freenet TV Sat und zuvor bereits Diveo ist HD+ nun wieder die einzige HDTV-Plattform für kostenpflichtiges, werbefinanziertes TV auf Satellit.
www.freenet.tv

RTVE migriert Satellitenfrequenzen von Astra auf Hotbird
Radio Televisión Española, die öffentliche spanische Radio- und Fernsehanstalt, hat erklärt, dass ihre Sender TVE Internacional, Canal 24 Horas und RNE, die bislang über den Satelliten Astra ausstrahlten, ebenfalls begonnen haben, über den Satelliten Hot Bird 13B zu senden. Diese gleichzeitige Ausstrahlung (Simultanübertragung), die am 15. Dezember 2019 begann, wird am 29. Februar enden. Ab diesem Datum werden die Astra-Ausstrahlungen eingestellt. Dies zwingt die Nutzer, die Satellitenantennen bis zum 29. Februar auf das Hot-Bird-Signal auszurichten, um die Dienste weiterhin nutzen zu können.

Diese Migration des Satelliten Hot Bird 13B entspricht nach Angaben der öffentlichen Anstalt ihrer Verpflichtung zu offenen Übertragungen unter besten Qualitätsbedingungen für die Nutzer. Zu diesem Zweck bietet Hot Bird 13B eine weite Abdeckung in ganz Europa und erreicht den gesamten Kontinenten und sogar angrenzenden Länder, in denen das Signal mit kleinen Satellitenantennen empfangen werden kann.

Ab dem 1. März 2020 können Nutzer, die ihre Antenne nicht auf den neuen Satelliten ausgerichtet haben, das RTVE-Signal nicht mehr empfangen.

RTVE hat auch über seine Entscheidung informiert, auf TVE International und Canal 24H mit der Ausstrahlung in High Definition beginnen und für den neuen Satelliten die notwendigen Technologie dafür bereitzustellen.

Diese Entwicklung vom derzeitigen DVB-S-System zum modernsten und effizientesten DVB-S2 erfordert, dass die Gebäudeinstallationen mit für diese Technologie geeigneten Satelittenverteilungsmodulen ausgestattet werden. Außerdem müssen die Endbenutzer kompatible Empfänger erwerben und einstellen und sie mit dem neuen Parameter (12.303 GHz vertikal, SR 27.500, FEC 3/4) konfigurieren.

EA SPORTS FIFA 20 Global Series mit dem FIFA eWorld Cup 2020 als Jahreshighlight live auf eSPORTS1
SPORT1 und die FIFA setzen ihre Kooperation im eSports-Bereich fort: Deutschlands führende 360°-Sportplattform hat plattformneutrale Medienrechte an der EA SPORTS FIFA 20 Global Series und dem FIFA eWorld Cup 2020 für Deutschland, Österreich und die Schweiz erworben.

Im Rahmen der Partnerschaft mit dem Fußball-Weltverband wird SPORT1 die Events der Global Series mit dem FIFA eWorld Cup 2020 als Jahreshighlight live auf eSPORTS1 zeigen. Darüber hinaus werden auch ausgewählte Liveübertragungen und Highlights im Free-TV auf SPORT1 sowie auf den digitalen SPORT1 Plattformen präsentiert.

Damit überträgt SPORT1 bereits im dritten Jahr in Folge die hochkarätigen eSports-Wettbewerbe der FIFA, bei denen sich Mohammed „MoAuba“ Harkous 2019 zum ersten deutschen Weltmeister krönte.
www.sport1.de


Internet/Mobile Kommunikation

Neue SPORT1 App ab sofort verfügbar
Rechtzeitig zum morgigen DFB-Pokal Achtelfinale zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig bietet SPORT1 allen Sportfans ein weiteres Highlight: Die neue SPORT1 App ist ab sofort kostenlos für Android bei Google Play™ und für iOS-Smartphones und Tablets im App Store erhältlich. Dank eines modernen Designs und verbesserter Performance ist die App noch übersichtlicher, lädt Daten schneller und bietet News, Videos, Hintergrundberichte, Interviews, Ergebnisse, Tabellen und Statistiken sowie Liveticker zu über 50 Sportarten und 200 Wettbewerben. Über eine einfache Bottom-Navigation gelangen User direkt zu Sportarten, Ergebnissen, Livestream und Videos und können zudem Favoriten auswählen. In den kommenden Monaten ist zudem die Integration einer Customization-Funktion geplant: So können Nutzer Sportarten, Wettbewerbe und Themen auswählen, die sie besonders interessieren, und so einen individuellen Newsfeed erhalten.

Olaf Schröder, Vorstandsvorsitzender der Sport1 Medien AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Sport1 GmbH: „Wir leben den 360°-Gedanken: In unserer neuen App sind unsere vielfältigen Angebote im TV-, Digital- und Audio-Bereich optimal verknüpft. Die neue SPORT1 App bietet noch mehr Sport-Highlights und wird die Sportfans mit ihrer optimierten User Experience überzeugen. Zusammen mit der im Dezember gestarteten eSPORTS1 App sind wir mit unseren State-of-the-Art-Produkten für die Zukunft hervorragend aufgestellt.“

Pit Gottschalk, Chefredakteur von SPORT1: „Die neue App ist auch ein Schaufenster für die ausgezeichnete sportjournalistische Kompetenz von SPORT1. Unsere Redaktion spielt in der App ihre große Leistungsfähigkeit aus und bildet die komplette Bandbreite journalistischer Darstellungsformen ab: von TV, Videos und Podcasts über News, Hintergründe, Interviews und Kommentare bis zu Liveticker und statistischen Daten. Und das alles 24/7 – ganz nach dem Geschmack und ausgerichtet am Nutzungsverhalten unserer sportbegeisterten User.“

Pascal Damm, COO Digital und Mitglied der Geschäftsleitung der Sport1 GmbH: „Mit der neuen SPORT1 App haben wir die technischen Grundlagen geschaffen, um unsere starke Marktposition im Digitalbereich festigen und weiter ausbauen zu können. Durch das überarbeitete Design und die vereinfachte Navigation schaffen wir noch mehr Nutzungsanreize gerade für junge Zielgruppen, die einen Großteil unserer App-Nutzer ausmachen. Der nächste wichtige Schritt wird die Einführung einer Customization-Funktion sein, die Sportfans die Möglichkeit gibt, die App individuell an ihre Interessen anzupassen.“

Die SPORT1 App wurde in ihrer Struktur runderneuert, sodass User die wichtigsten Sportnachrichten noch übersichtlicher präsentiert bekommen. Durch eine einfache Bottom-Navigation gelangen die Nutzer direkt zu Sportarten, Ergebnissen, Livestream und Videos. Zudem können sich Nutzer Favoriten setzen, um schnellstmöglich die für sie interessanten Themen abzurufen. Eine intelligente Suchfunktion ermöglicht es, die eigenen Lieblingssportarten und -wettbewerbe ohne großen Aufwand zu finden. Durch schnelle Push-Mitteilungen verpassen Sportfans keine wichtigen News, Tore und Ergebnisse. Die neue Version der SPORT1 App enthält zudem noch mehr Daten als zuvor: Es sind Daten zu mehr als 120 Wettbewerben abrufbar. Langfristig ist zudem die Integration einer Customization-Funktion geplant, die es Nutzern ermöglicht, Themen auszuwählen, die sie besonders interessieren – um so einen individuellen Newsfeed zu erhalten. Dabei hat der User stets die Auswahl zwischen der von der Redaktion empfohlenen Nachrichtenübersicht und den News zu seinen favorisierten Sportarten, Wettbewerben, Teams und Athleten. Eine Neuerung betrifft auch die Video-Übersicht: Dort ist der 24/7-Livestream von SPORT1 immer an der ersten Position eingebunden, darunter steht den Nutzern ein umfangreiches Video-Angebot zur Verfügung, zum Beispiel zu bekannten SPORT1 Formaten wie dem „CHECK24 Doppelpass“ und dem „Fantalk“ oder auch zu von SPORT1 übertragenen Sportereignissen wie dem DFB-Pokal und vielen weiteren Highlights.

SPORT1 präsentiert den DFB-Pokal auch umfangreich auf seinen digitalen Kanälen. Das Livespiel wird am Dienstag, 4. Februar, parallel zum Free-TV ab 18:30 Uhr auch im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de und in der neuen SPORT1 App übertragen. Darüber hinaus zeigt SPORT1 die Highlight-Videos der aktuellen Pokalspiele jeweils ab 0:00 Uhr auf SPORT1.de, in den SPORT1 Apps sowie auf dem SPORT1 YouTube Channel. Neben den Videos gibt es auf SPORT1.de und in den SPORT1 Apps eine Rundumberichterstattung zu allen Spielen in einem eigenen Pokal-Bereich. Im „SPORT1 Pokalblog“ wird die gesamte Pokalwoche multimedial mit allen relevanten News, Stimmen und Reaktionen aus dem Netz begleitet.

Neben der SPORT1 App wird im Mobile-Bereich auch die eSPORTS1 App angeboten: Diese liefert täglich die wichtigsten News, Hintergründe, Interviews und Kolumnen sowie Bilder und Videos zu allen großen eSports-Titeln, -Ligen und -Turnieren. Zudem haben Abonnenten Zugriff auf den 24/7-Livestream des Pay-TV-Senders eSPORTS1 mit hochklassigen internationalen und nationalen Events.
www.tv-plattform.de

Jeder dritte Onliner nutzt dasselbe Passwort für mehrere Dienste
Wenn es um Passwörter geht, setzen viele Internetnutzer eher auf Bequemlichkeit als auf Sicherheit. Mehr als jeder dritte Onliner (36 Prozent) in Deutschland nutzt für mehrere Online-Dienste das gleiche Passwort. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland. „Ein einziges Passwort für mehrere Online-Dienste ist ein großes Sicherheitsrisiko“, sagt Teresa Ritter, Bitkom-Expertin für IT-Sicherheit. „Wenn ein solches Universalpasswort einmal geknackt ist, können Cyberkriminelle gleich mehrere digitale Identitäten von Nutzern übernehmen.“

Die Mehrheit beschäftigt sich aber damit, sichere Passwörter zu verwenden. Fast zwei Drittel (63 Prozent) sagen: Ich achte bei der Erstellung neuer Passwörter auf einen Mix aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Drei von zehn Internetnutzern (31 Prozent) ändern ihre Passwörter in regelmäßigen Abständen. Und 8 Prozent sagen, dass sie einen Passwort-Generator beziehungsweise einen Passwort-Safe zur Erstellung und Verwaltung ihrer Passwörter nutzen. „Lange Wörter mit unterschiedlichen Zeichen – das ist eine einfache Faustregel für gute Passwörter“, so Ritter.

Einen perfekten Schutz vor Cyberkriminellen bieten auch die längsten Passwörter nicht. Doch wer folgende Hinweise beachtet, erschwert Cyberattacken deutlich:

Je komplexer das Passwort, desto höher der Schutz. Trotzdem werden im Alltag oft simple Passwörter genutzt. Mit einem Trick lassen sich auch schwierige Passwörter leicht merken, indem clevere Eselsbrücken eingesetzt werden. Um Passwörter mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu generieren, werden dafür die Anfangsbuchstaben von ausgedachten Sätzen genommen, etwa: „Mein Verein gewann das entscheidende Spiel mit 3 zu 2!" Daraus lässt sich ein sicheres und gut zu merkendes Passwort erstellen: „MVgdeSm3z2!“.

Passwort-Manager speichern alle genutzten Kennwörter in einer verschlüsselten Datei. Nutzer müssen sich nur noch ein Passwort merken, das Master-Passwort. Dieses Passwort sollte höchste Standards erfüllen. Einmal eingegeben, erlangt man Zugang zu allen gespeicherten Kennwörtern. Einige Programme bieten sogar die Möglichkeit, nicht nur Passwörter, sondern auch die dazugehörigen Benutzernamen zu speichern. Auf Wunsch füllen die Programme die abgefragten Felder beim Login automatisch aus.

Einige Dienste bieten mittlerweile Mehr-Faktor-Authentifizierungen an. Das bedeutet, dass der Nutzer mehr als eine Sicherheitsabfrage beantworten muss, um auf einen Account zuzugreifen. Dazu erhält man nach der Passwortabfrage beispielsweise eine SMS auf das Mobiltelefon mit einem Code. Parallel erscheint ein Feld, das den übermittelten Code abfragt. Sofern verfügbar, sollte diese Option aktiviert werden.

Ohne einen aktuellen Virenscanner kann es sehr gefährlich sein, sich im Internet zu bewegen – gleich ob per Desktop-Computer oder Smartphone. Umso wichtiger ist es, die Virensoftware immer aktuell zu halten. Nutzer sollten die Update-Hinweise ihrer Virensoftware ernst nehmen. Gleiches gilt für das Betriebssystem, den Browser, Add-Ons und die anderen Programme.

Beim Phishing verschicken Betrüger gefälschte Mails mit Links zu Online-Händlern, Bezahldiensten, Paketdiensten oder sozialen Netzwerken. Dort geben die Opfer dann nichtsahnend ihre persönlichen Daten preis. Häufig holt sich aber auch ein unerkannter Trojaner diese vertraulichen Informationen. Cyberkriminelle wollen so vor allem an die Identität der Opfer in Kombination mit den zugehörigen Zugangsdaten zu Online-Banking oder anderen Diensten kommen. Oberstes Gebot: den gesunden Menschenverstand nutzen. Banken und andere Unternehmen bitten ihre Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Diese Mails sind am besten sofort zu löschen. Das Gleiche gilt für E-Mails mit unbekanntem Dateianhang oder verdächtigen Anfragen in sozialen Netzwerken.

Durch regelmäßige Sicherungskopien, auch Backups genannt, bleiben persönliche Daten auch dann erhalten, wenn Geräte defekt sind oder verloren gehen. Die gesicherten Daten lassen sich anschließend auf einem neuen Gerät problemlos wiederherstellen. Daten-Backups lassen sich per Synchronisation mit einem Heim-PC aufspielen, mit Hilfe eines Massenspeichers wie einer Micro-SD-Karte oder über Cloud-Speicher.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Internetnutzer ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellung lautete: „Welche der folgenden Aussagen treffen auf Sie bei der Erstellung von Passwörtern für Ihre Online-Dienste, wie z.B. E-Mails, soziale Netzwerke oder Konten beim Online-Shopping, zu?“


Consumer Electronics/IT

SVS und HUMAX intensivieren Zusammenarbeit
Distributor und Digitalspezialist SVS übernimmt ab sofort den Vertrieb der Marke HUMAX an alle großen Handelskooperationen, wie EP, Euronics und Expert, und baut damit die Kooperation mit dem Hersteller vollumfänglich aus. Die Vereinbarung schließt sämtliche Produkte aus dem Bereich der Empfangstechnik ein und vereinheitlicht zudem die Abwicklung von Service und Logistik über das SVS Service-Center. Für beide Unternehmen ist dies eine konsequente Weiterentwicklung ihrer bisherigen Zusammenarbeit sowie ein Schritt hin zu mehr Service-Qualität und effizienteren Prozessen.

„Wir freuen uns über das Vertrauen seitens HUMAX in unser Team und unsere Fähigkeiten. Durch die neue Ausbaustufe unserer Zusammenarbeit können wir noch effizienter arbeiten und noch besser auf die Anforderungen unserer Handelspartner reagieren“, so Andrej Ganski, Geschäftsführer bei SVS. „Der kooperierende Fachhandel bildet weiterhin eine der entscheidenden Säulen für den Erfolg der Marke HUMAX – umso wichtiger ist die Optimierung aller Vertriebs- und Service-Prozesse sowie die koordinierte Betreuung aus einer Hand. Und genau das können wir leisten wie kaum ein anderer!“

Als äußeres Zeichen der intensiveren Zusammenarbeit wird SVS bereits gemeinsam mit HUMAX auf den Frühjahrsmessen von EP, Euronics und Expert präsent sein. Interessierte Fachhändler sind herzlich eingeladen, sich einen Überblick der HUMAX Receiver für alle Empfangswege sowie das umfangreiche Zubehörportfolio – vom Multischalter über LNBs bis hin zu hochwertigen Offset-Antennen – zu verschaffen.

Übersicht der SVS / HUMAX Messeauftritte:
Expert Messe, Messestand B12, am 9. / 10. Februar 2020 in Hannover
EP Messe, Messestand 8A-F 01, am 7. / 8. März 2020 in Düsseldorf
Euronics Messe, Messestand C01, am 23. / 24. März 2020 in Leipzig
www.sky-vision.de

Warnung: Stores verkaufen immer noch DAB alt-Geräte in Deutschland
Mehrere Nonfood-Discounter und Resterampen wie b&m oder Jawoll verkaufen aktuell Digitalradios der Marke Goodmans zu Schleuderpreisen unter 20 Euro. Wir können allerdings vor dem Konsum dieser Empfänger nur warnen: Die aus Großbritannien stammenden, älteren Geräte aus Lagerbeständen empfangen lediglich das in Deutschland nicht mehr genutzte alte DAB, sind aber nicht für das modernere DAB+ geeignet.

Eine Täuschung der Verbraucher liegt zwar nicht vor, da tatsächlich nur DAB beworben wird, viele kennen allerdings den Unterschied nicht und sind enttäuscht, wenn ihnen der DAB-Suchlauf an ihrem Wohnort kein Ergebnis liefert. Damit sind die Radios in Deutschland nur für das UKW-Band geeignet, einige haben zusätzlich auch noch eine Bluetooth-Funktion eingebaut.

Auf Nummer sicher können Verbraucher beim Kauf gehen, wenn auf den Geräten das aktuelle DAB+-Logo aufgedruckt ist oder zumindest auch DAB+ beworben wird.

POLYTRON: LAN-Steuerung bei QAM 12 integriert
QAM 12, die vielfach im täglichen Einsatz bewährte, kompakte Kopfstelle von POLYTRON verfügt ab sofort serienmäßig über eine LAN-Schnittstelle für den Fernzugriff. Sie setzt zwölf frei wählbare digitale SAT-Transponder (DVB-S und DVB-S2) in QAM-Signale (DVB-C) um.

Die QAM 12 LAN ist „made in Germany“ und bietet sich besonders für die Modernisierung von Empfangs- und Kabelanlagen an. Mit dem kompakten Gerät können in der Standardbelegung über 50 TV-Programme und viele Radioprogramme umgesetzt werden. Zur möglichst einfachen und schnellen Installation vor Ort ist die QAM 12 LAN von POLYTRON bereits vorprogrammiert. So müssen nur die Ausgangsfrequenzen eingegeben werden. Alle erforderlichen Werte lassen sich nun auch über die LAN-Schnittstelle, oder wie gehabt, über eine USB-Schnittstelle, individuell ändern. Zudem ist die QAM 12 LAN mit einer integrierten 4in/12out-Schaltmatrix ausgestattet.

Die QAM 12 LAN arbeitet im Frequenzbereich 112-862 MHz. Wie alle Modelle der POLYTRON Kompakt-Kopfstellen bietet auch die QAM 12 LAN Möglichkeiten, in den Datenstrom einzugreifen. So kann die Kopfstelle auf anbieter-spezifische Daten (NIT – Network Information Table, ONID – Original Network ID) programmiert werden. LCN, das Logical Channel Numbering zur Programmplatz-Sortierung, ist ebenfalls möglich.

Der Ausgang ist nachbarkanaltauglich und hat einen Pegel von 90 dBµV. Das Gerät verfügt über ein energiesparendes Schaltnetzteil, das auch die Versorgung für den LNB (2 x 250 mA) übernimmt. Eventuell erforderliche Software-Updates sind über die LAN-Schnittstelle oder mit Hilfe eines USB-Sticks möglich.

POLYTRON Kopfstellen sind ausnahmslos „made in Germany“. Die hohe Qualität der Bauteile und die durchdachte technische Ausführung, beispielsweise mit dem temperaturgesteuerten Lüfter als Teil des POLYTRON Long-Life-Konzepts, erhöhen die Lebensdauer der Kopfstellen.
www.polytron.de

Televes stellt neues Messgerät vor
Das neue Messgerät H30Evolution von Televes, das für alle digitalen TV-Standards ausgelegt ist, hat ein Multiscreen-System mit Touch-Bedienung. Über eine App lassen sich der Bildschirm via WLAN- oder Bluetooth-Verbindung auf mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks anzeigen und das Messgerät aus der Ferne bedienen. Somit können die Installateure – abhängig von der Reichweite der jeweiligen Verbindung – an jedem Ort der Verteilanlage ihr eigenes Gerät verwenden und etwa einen größeren Bildschirm nutzen. Ein im Lieferumfang enthaltenes Tragearmbad für Smartphones sorgt dafür, dass sie bei schwierigen Bedingungen beide Hände frei haben.

Da je nach Region ein wichtiger Satellit und ein dazugehöriger Transponder voreingestellt sind, lässt sich die SAT-Antenne leichter ausrichten. Außerdem werden LNBs mit Wideband-Technologie unterstützt, bei der je Polarisation nur noch die Frequenzbereiche Low-Band (290-1290 MHz) und High-Band (1290-2340 MHz) zum Einsatz kommen. Durch optionale Erweiterungen können auch IPTV-Streams gemessen, WLAN-Netzwerke im 2,4- und 5-GHz-Band erkannt und HEVC-codierte DVB-T2HD-Inhalte über ein externes Display bildlich dargestellt werden. Zu den weiteren Merkmalen gehören u. a. eine intuitive Benutzeroberfläche, ein automatischer Systemscan, Interpretation der Messwerte nach dem Ampelprinzip sowie eine Auto-Update-Funktion für die Verbindung zu einer Cloud.


Digitalradio Aktuell

Donau 3 FM will DAB+-Sendegebiet erweitern
Der Privatsender Donau 3 FM will sein Sendegebiet auf DAB+ erweitern. Neben dem Baden-Württemberg-Landesmux (Kanal 11B) soll das Programm auch im bayerischen Allgäu-Mux (Kanal 8B) ausgestrahlt werden. Damit erreicht der Sender künftig auch Hörer im Allgäu und der Bodensee-Region. Laut Informationen von SatelliFax will die Hörfunkkommission der Bayerischen Landeaszentrale für neue Medien (BLM) über die Genehmigung und Zuweisung der Übertragungskapazitäten in ihrer nächsten Sitzung an diesem Mittwoch entscheiden. Stimmt der Medienrat später zu, könnte das Ulmer Lokalradio künftig terrestrisch vom Rhein-Main-Gebiet bis Vorarlberg oder München auf einer Strecke von über 400 km gehört werden.
www.donau3fm.de

2. DAB+-Bundesmux: Antenne Deutschland bestätigt Start zur IFA
Antenne Deutschland GmbH & Co. KG, ein Konsortium der Absolut Digital GmbH & Co. KG und der Media Broadcast GmbH, plant den Start des zweiten bundesweiten Digitalradioangebots (DAB+) im dritten Quartal 2020. Den Weg frei gemacht dazu hat die Beendigung des Gerichtsverfahrens der Digital Audio Broadcasting Plattform DABP GmbH mit der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). Die Plattformzuweisung der SLM an die Antenne Deutschland ist damit bestandskräftig.

Für die digitale Radiolandschaft bedeutet der Aufbau der zweiten bundesweiten DAB+ Plattform einen Meilenstein. Laut Digitalisierungsbericht Audio 2019 stieg die Anzahl der Haushalte, die mit DAB+ versorgt werden, innerhalb eines Jahres um rund ein Drittel.

Willi Schreiner (Geschäftsführer der Absolut Digital) und Arnold Stender (Geschäftsführer der Media Broadcast) begrüßen als Geschäftsführer von Antenne Deutschland die Entwicklung: „Dank der Beendigung des Gerichtsverfahrens können wir endlich und mit umso mehr Engagement mit dem Aufbau und Betrieb des zweiten bundesweiten DAB+ Programmangebots starten. Wir sind zuversichtlich, zur IFA den zweiten bundesweiten DAB+ Multiplex starten zu können.“ Weitergehende Informationen rund um das neue Digitalradioangebot sollen folgen.


Radio/TV terrestrisch/Kabelanschluss

RFT Kabel Brandenburg startet eigenes IPTV-Angebot mit BrightBlue
RFT Kabel Brandenburg und BrightBlue kooperieren: Damit erweitert der Kabelnetzbetreiber sein Portfolio um ein markterprobtes IPTV-Produkt. Die Technologie des IPTV-Dienstleisters stellt dem Netzanbieter eine maßgeschneiderte TV-Lösung zur Verfügung, die über das Breitbandnetz ein stabiles und hochfunktionales Fernseherlebnis ermöglicht.*

„Das Fernsehen der Zukunft heißt IPTV: Flüssiges Fernseherlebnis über die Breitband-Internetverbindung mit HD- und 4k-Inhalten on demand. Dieses Unterhaltungserlebnis werden wir in Kürze nun auch unseren Kunden bieten können und setzen dabei auf die High-End-Plattform von BrightBlue. Wir freuen uns nun gemeinsam in die Umsetzung des Angebots zu gehen, so dass unsere Kunden schon bald in den hochqualitativen TV-Genuss kommen – und das unabhängig vom Endgerät“, sagt Stefan Tiemann, Geschäftsführer von RFT Kabel Brandenburg. Der IPTV-Empfang soll nicht nur über die klassische Set-Top-Box möglich sein, sondern auch über Amazon TV-Sticks und Android Smart TV-Geräte. Zusätzlich wird das IPTV-Angebot auch als App für die Kunden zur Verfügung stehen – mit vollem Zugriff auf alle Dienste. Somit soll ein problemloser Übergang zu IPTV über ein einziges Kabel – ohne Medienbruch – für die Endkunden ermöglicht werden.

Martina Rutenbeck, Leitung Vertrieb und Marketing bei BrightBlue: „Wir freuen uns RFT Kabel Brandenburg als Kunden gewonnen zu haben und bedanken uns für das Vertrauen in uns und unser Produkt. Gemeinsam wollen wir jetzt mit dem Netzbetreiber in die Zukunft der Fernsehunterhaltung gehen. Mit einer Implementation des IPTV-Angebots erhalten die Kunden komfortable Fernsehunterhaltung, die den Möglichkeiten des digitalen Zeitalters Rechnung trägt.“ Neben dem optionalen breiten Portfolio an attraktiven TV-Sendern, umfangreichen Features, wie etwa Aufnahme-, Timeshiftfunktion und Replay-TV sorgt das Multi-Device-Produkt von BrightBlue für ein hochqualitatives Unterhaltungserlebnis. Die BrightBlue-Plattform ist modular, multifunktional und nicht zuletzt markt- und kundenerprobt. Sie bietet hochaufgelöstes und flüssiges TV-Streaming auch in 4K-Qualität. Klares Oberflächendesign und Multifunktionalität sorgen für ein Fernseherlebnis, das den heutigen Kundenbedürfnissen entspricht.


Streaming/Video-on-Demand/Podcasts

Disney+ hat gute Chancen im deutschen Streamingmarkt
Immer mehr große Film- und Fernsehmarken steigen mit eigenen Diensten in den Ring der VoD-Streamer. Vor allem Disney+ wird den Wettbewerb neu entfachen. Immerhin 3,7 Mio. VoD-Fans in Deutschland geben schon jetzt an, Disney+ nach dem Start Ende März nutzen zu wollen. Mehr Angebote werden künftig aber auch zu mehr Nutzerwanderungen führen: Denn deutsche VoD-User abonnieren durchschnittlich nur zwei Streamingdienste und wollen dafür maximal rund 20 Euro ausgeben. Exklusive Inhalte werden noch wichtiger.

Dies sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung von VoD-Nutzern in Deutschland, durchgeführt über die Video-on-Demand-Analyseplattform VoD-Ratings (www.VoD-Ratings.com) der Forschungs- und Beratungsgruppe Goldmedia.

Die langfristige Ankündigung des Deutschlandstarts von Disney+ hat viel Interesse geweckt: Insgesamt 54 Prozent der VoD-Nutzer haben bereits vom Start des neuen Streamingangebots gehört. Immerhin rund 34 Prozent wollen den Dienst direkt ab Start nutzen oder abonnieren – aktuell ein Potenzial von 3,7 Mio. Zuschauern.

Die meisten potenziellen Disney+-Kunden wollen den Dienst zusätzlich zu ihren bestehenden Abonnements beziehen (67 Prozent) und lediglich ein Drittel der möglichen neuen Nutzer plant, einen anderen Dienst dafür zu kündigen (33 Prozent). Von einer Nutzerwanderung am stärksten betroffen wäre jedoch nicht Netflix, wie häufig prophezeit. Lediglich 6 Prozent der Netflix-User überlegen, den Dienst für Disney+ zu verlassen. Dagegen wäre Sky Ticket lt. Nutzerbefragung weit stärker beeinflusst: 15,8 Prozent erwägen eine Abwanderung. Die geplante Integration von Disney+ auf der Plattform Sky Q, wie auch schon bei Netflix geschehen, erscheint vor diesem Hintergrund als gute Maßnahme.

Die spannende Frage für die Zukunft ist, wie viele Streamingdienste die Zuschauer parallel abonnieren und welche Summe sie dafür im Monat ausgeben werden. Mehr als zwei Dienste wollen die meisten Zuschauer in Deutschland derzeit nicht abonnieren, für 75 Prozent sind zwei sogar das Maximum. Durchschnittlich sind die VoD-Nutzer hierzulande bereit, 20,50 Euro monatlich für Videostreaming zu bezahlen. Etwa die Hälfte der VoD-Abonnenten ist bereit, ihr Nutzungsverhalten den Veränderungen anzupassen. Viele wollen ihre Dienste häufiger wechseln – hin zu dem, der gerade die spannendsten Inhalte bereitstellt. Die Exklusivität von Content spielt dabei eine wichtige Rolle: Für 20,7 Prozent der VoD-Nutzer wäre das ein Wechselgrund. Auch „Password Sharing“ dürfte noch relevanter werden, denn 19,6 Prozent der Nutzer wollen von dieser Möglichkeit in Zukunft häufiger Gebrauch machen. Immerhin 13 Prozent der Abonnenten wären bereit für einen weiteren Service, um ihre Lieblingsinhalte sehen zu können. Auch werbefinanzierte Plattformen werden weiter an Bedeutung gewinnen, denn 11,3 Prozent der Nutzer wollen verstärkt auf solche Angebote ausweichen.

Illegales Streaming wird vor allem bei jungen Leuten häufiger als Alternative genannt. Insgesamt 6,4 Prozent der VoD-Nutzer wollen wieder häufiger illegal schauen, wenn die Inhalte, die sie sehen wollen, nicht auf den bereits abonnierten Services zu sehen sind.
www.goldmedia.de

Quelle: www.satellifax.de




27.01.2020 - 01.02.2020


Sat Kompakt [Türksat 42° Ost]

Yasin TV wechselt Frequenz
Yasin TV ist auf Türksat 42° Ost von 12.641 GHz horizontal auf 11.096 GHz vertikal (SR 30.000, FEC 5/6) gewechselt. Das Signal ist unverschlüsselt.


Consumer Electronics/IT

UHD-Fernseher verdrängen HD-Geräte
Ultra HD-Fernseher mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten verdrängen zunehmend HD-Geräte. Im Jahr 2019 betrug der Anteil der UHD-TVs am TV-Gesamtmarkt laut GfK Retail & Technology insgesamt knapp 65 Prozent, im vierten Quartal 2019 sogar über 70 Prozent – Tendenz weiter steigend. Für 2020 rechnet die Deutsche TV-Plattform daher damit, dass drei von vier verkauften Fernsehern Ultra HD-Geräte sein werden. 2019 wurden in Deutschland rund 4,2 Mio. UHD-Displays verkauft (plus 12 Prozent gegenüber 2018). Seit 2014 wurden damit kumuliert rund 14 Mio. Stück abgesetzt.

Der Trend zu größeren Fernsehern hielt auch 2019 weiter an. Am beliebtesten waren 55-Zoll-Flachbildschirme mit knapp 1,5 Mio. verkauften Geräten. Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Klasse der 65-Zoll-Bildschirme mit einem Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Andre Prahl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen TV-Plattform: „Schon heute sind sehr viele Zuschauer technisch in der Lage, das steigende Angebot von erstklassigen UHD-Inhalten wie z. B. Formel 1, Live-Fußball, Shows, Serien und Dokumentation zu genießen. Insbesondere mit HDR liefert UHD im Vergleich zu HD eine deutlich bessere Bildqualität. Das ist aber noch längst nicht bei allen Zuschauern angekommen, deswegen haben wir das Infoportal uhdr.de gestartet. Auch in der Arbeitsgruppe Ultra HD werden wir die Markteinführung weiter intensiv begleiten.“
www.tv-plattform.de


TV und Radio Aktuell

Volksmusik.TV: Neuer Sender für Volksmusik-Freunde
Deutsches Musik Fernsehen hat einen neuen Sender gestartet: Volksmusik.TV. Bereits vor Weihnachten 2019 startete der neue Sender für Volksmusik und volkstümlichen Schlager. 24 Stunden am Tag mit täglich frischen Neuproduktionen. Empfangbar über Satellit Astra und Kabel-TV.

Auszüge aus dem täglichen Programm:
12:00 Uhr: Gruss und Kuss
14:00 Uhr: Singen macht Glücklich
16:00 Uhr: Wunschkonzert
19:00 Uhr: Gruss und Kuss
20:20 Uhr: Wunschkonzert
23:00 Uhr: Singen macht Glücklich

Astra-Frequenz: 12.633 GHz, horizontal

Volksmusik.TV ersetzt den Programmplatz von Shop24direct.

Mediengruppe RTL sichert sich die exklusiven TV-Rechte an der UEFA Europa League und der neuen UEFA Europa Conference League
Europapokal für alle! Mediengruppe RTL landet Coup und sichert sich die exklusiven und vollumfänglichen TV-Rechte an der UEFA Europa League und der neuen UEFA Europa Conference League

Köln, 26.01.20: Mehr geht nicht! Die Mediengruppe RTL Deutschland hat ab der Saison 2021/22 die vollumfänglichen TV-Rechte an den beiden europäischen Vereins-Wettbewerben UEFA Europa League und UEFA Europa Conference League erwerben können. Damit kann die 2018 eingeleitete Erfolgsgeschichte des Europapokals fortgeschrieben und deutlich ausgebaut werden. Der Vertrag mit der UEFA hat eine Laufzeit von drei Jahren (bis Mai 2024) und sichert den beiden Free-TV-Sendern RTL und NITRO sowie dem Videoportal TVNOW die exklusiven Übertragungsrechte an beiden Wettbewerben. Damit ist gewährleistet, dass die Fußballfans hierzulande hochkarätige Spiele aus den beiden Wettbewerben im frei empfangbaren Fernsehen verfolgen können. Darüber untermauert das Videoportal der Mediengruppe RTL mit einem umfangreichen Bukett an Live-Spielen seine Position als führendes Mainstreamer-Portal in Deutschland.

Bernd Reichart, CEO der Mediengruppe RTL: „Großer Sport ist ein ganz wichtiges Genre im TV, denn es ist live, relevant und bei den Zuschauern nachgefragt wie kaum ein anderes Angebot. Dass wir uns vor diesem Hintergrund in einem immer härter umkämpften Markt die exklusiven, vollumfänglichen Rechte gleich für zwei europäische Wettbewerbe sichern konnten, ist ein Signal mit großer Wucht. Wir freuen uns sehr, dass RTL und unser Männersender NITRO damit auch künftig die exklusive Adresse für spannende Europapokalnächte im frei empfangbaren Fernsehen sein werden. Darüber hinaus wird das Paket TVNOW als führendes, vollumfängliches Streamingangebot noch größer und populärer machen.“

Die UEFA hatte die UEFA Europa League und die neu geschaffene UEFA Europa Conference League gemeinsam ausgeschrieben. Im Bieterverfahren konnte sich die Mediengruppe RTL am Ende alle drei Rechtepakete und damit den exklusiven Zugriff auf die insgesamt 282 Spiele der beiden Wettbewerbe pro Saison sichern. Dies inkludiert sowohl die Free TV- als auch die Pay TV-Rechte.

Anders als in der zurückliegenden und der laufenden Saison hat die Mediengruppe nun komplett freie Hand bei der Programmierung. RTL und Männersender NITRO können an einem Matchday weiterhin Spiele im Free TV zeigen. Die Hauptadresse für den Europapokal wird künftig TVNOW sein. Deutschlandes führendes Videoportal zeigt alle attraktiven Spiele live, eines davon als Simulcast des Livespiels bei RTL oder NITRO.

Neu ist ab der Saison 2021/2022, dass die UEFA Europa League auf 32 Teams reduziert wird (bislang 48), davon zwei Bundesligamannschaften. In der neuen UEFA Europa Conference League gehen ebenfalls 32 Teams in die Gruppenphase, davon eine deutsche Mannschaft als Qualifikant. Die Anstoßzeiten sind zukünftig 18:45 und 21:00 Uhr.
www.mediengrppe-rtl.de

Das sind die UHD-Highlights auf Sky Q im Februar
Fans höchster Bildauflösung und bester Bildqualität kommen im Februar mit Sky Q wieder voll auf ihre Kosten und dürfen sich über eine geballte Ladung hochkarätiger Livesport- sowie Film- und Serienhighlights in bestem UHD freuen.

Film- und Serienfans genießen mit Sky mehr als 100 Kinofilme aller Genres sowie viele Sky Originals jederzeit in UHD auf Abruf. Neue Highlights im Februar auf Sky Q sind der von James Cameron und Jon Landau produzierte Cyberpunk-Actionfilm „Alita: Battle Angel“ von Robert Rodriguez, die Horrorstreifen „Ma – Sie sieht alles“ mit Octavia Spencer und „BrightBurn: Son of Darkness“ mit Elizabeth Banks, sowie das Fantasyabenteuer „Wenn du König wärst“ von „Ant-Man“-Regisseur Joe Cornish. Ab 20. Februar sind außerdem die lang erwarteten neuen Episoden des Sky Originals „The New Pope“ mit Jude Law in UHD auf Sky Q verfügbar.

Die Sky Q Sport Highlights in UHD Februar 2020 auf einen Blick:
1.2. Bundesliga: RB Leipzig – Borussia Mönchengladbach
2.2. Premier League: Tottenham Hotspur – Manchester City
8.2. Bundesliga: Bayer 04 Leverkusen – Borussia Dortmund
15.2. Bundesliga: Fortuna Düsseldorf – Borussia Mönchengladbach
17.2. Premier League: FC Chelsea – Manchester United
22.2. Premier League: FC Chelsea – Tottenham Hotspur
22.2. Bundesliga: FC Schalke 04 – RB Leipzig
25.2. UEFA Champions League: FC Chelsea – FC Bayern München
29.2. Bundesliga: 1. FC Köln – Schalke 04

Um die exklusiven Sky Programme in UHD zu genießen, benötigen Kunden einen 4K-tauglichen Fernseher, einen Sky Q Receiver, sowie das jeweils passende Sky Programmpaket (Bundesliga, Sport, Cinema oder Entertainment), plus die zubuchbare HD/UHD-Option. Weitere UHD-Inhalte sind etwa über die YouTube App auf Sky Q verfügbar. Mit dem Sky Entertainment Plus Paket haben Sky Q Kunden zudem die Möglichkeit, direkt auf Netflix-Programme in UHD-Qualität zuzugreifen. Sky Q Kunden mit Satellitenanschluss können durch Zubuchung von HD Plus neben 23 privaten HD-Sendern drei zusätzliche lineare TV-Sender in UHD empfangen: UHD1, Travelxp 4K sowie RTL UHD.
www.sky.de


Streaming/Video-on-Demand/Podcasts

Zattoo erweitert Angebot mit drei weiteren TV-Sendern
Zattoo baut zu Beginn des Jahres das Senderangebot weiter aus und stellt drei neue TV-Sender zur Verfügung. Neu im Angebot sind die Sender VOXup, HOME & GARDEN TV sowie N24 Doku. Zusätzlich wird der bereits verfügbare Nachrichtensender WELT im Premium- und Ultimate-Abo ab sofort in HD-Qualität ausgestrahlt. Insgesamt umfasst das Senderangebot bei Zattoo mehr als 110 TV-Sender.

Der im Dezember letzten Jahres gestartete Sender VOXup der RTL-Gruppe bietet ein vielfältiges Angebot aus Free-TV-Premieren, Eigenproduktionen und beliebten Inhalten von VOX. Zu den Highlights gehören Sendungen wie „Kitchen Impossible“, „Rizzoli & Isles“, „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“, “Grill den Henssler”, “Die Höhle der Löwen” oder “Das perfekte Promi Dinner”.

N24 Doku startete 2016 als erster reiner Dokukanal in Deutschland. Der Sender zeigt im Timeshift-Modus nonstop alle Dokumentationen des Schwestersenders WELT, in der Regel zeitversetzt um eine Stunde. Das Angebot besteht aus Dokumentationen aus den Genres Technik & Wissen, Space, History, Gesellschaft, Mobilität sowie Nature & Wildlife.

HOME & GARDEN TV, kurz HGTV, ist die erste Anlaufstelle für alle Themen rund um Haus und Garten im deutschen Fernsehen. Egal ob Hauskauf, Bauprojekte, DIY oder Inneneinrichtung – mit unterhaltsamen und inspirierenden Non-Fiction-Inhalten dreht sich bei der jüngsten Sendermarke von Discovery Deutschland alles um das Zuhause.

Alle Sender sind im Premium- und Ultimate-Abo verfügbar. Der Sender N24 Doku kann zusätzlich auch von Nutzern des Free-Abonnements geschaut werden. Premium- und Ultimate-Abonnenten können auch bei den neuen TV-Sendern wie gewohnt die Features Restart und Live-Pause nutzen. Die Aufnahmefunktion steht Ultimate-Abonnenten ebenfalls zur Verfügung. Mit WELT in HD und dem VOX-Schwestersender VOXup in Full-HD-Qualität für Ultimate-Nutzer ergänzen nun zwei weitere Sender das umfangreiche TV-Angebot in bester Bildqualität bei Zattoo. Die Sender HOME & GARDEN TV sowie N24 Doku können zunächst in SD-Qualität gesehen werden und sind in Kürze auch in HD verfügbar. Damit setzt der TV-Streaming-Anbieter auch weiterhin auf den Ausbau seines inhaltlichen Angebots.
www.zattoo.com

Connected Music: Das neue Musikstreaming Angebot von BMW
Die BMW Group hat mit dem neuen digitalen Angebot Connected Music die beste Voraussetzung geschaffen, um Musikstreaming-Dienste nahtlos in das Fahrzeug zu integrieren. Damit kann der eigene Streaming-Account von Spotify, Napster oder Deezer mit den persönlichen Playlists und Einstellungen uneingeschränkt im Fahrzeug genutzt werden. Die Verbindung erfolgt dabei über die fahrzeugeigene SIM-Karte, ohne Umweg über das Smartphone und ohne Belastung des eigenen Datenvolumens.

Die Integration wurde für das Operating System 7 und im Vergleich zur bisherigen Anbindung weiter optimiert und an die Bedürfnisse der Kunden angepasst. Dank der umfassenden Integration ist die Nutzung selbsterklärend und ähnelt der vom Smartphone gewohnten Bedienbarkeit. Als besonderes Highlight kann man die Streaming-Dienste auch über den BMW Intelligent Personal Assistant bedienen und Interpreten, Songs oder Alben abrufen („Hey BMW, spiel das Lied Happy“). Es lässt sich erfragen, was das für ein Lied ist, das gerade gespielt wird, persönliche Favoriten können ausgewählt (“Spiele meine Favoriten”) oder die Zufallswiedergabe aktiviert oder deaktiviert werden.

Um Connected Music im BMW zu nutzen, muss sich der Kunde lediglich mit seinem persönlichen Premium-Account einloggen. Bei der Anmeldung werden Favoriten und Playlists des jeweiligen Accounts automatisch synchronisiert. Damit hat man den direkten Zugriff auf individuelle Playlists und Einstellungen. Connected Music speichert außerdem die einmal abgespielten Songs auf der Festplatte des Audiosystems. Dadurch lässt sich auf die Musik auch bei Netzunterbrechung zugreifen.

Connected Music ist seit Januar 2020 Teil des Connected Package Professional und damit in Fahrzeugen ab Werk für drei Jahre kostenlos integriert. Es fallen in 14 Ländern in Europa keine zusätzlichen Daten- und Roaming-Gebühren an.
www.bmw.de

Senderneuzugänge bei waipu.tv
waipu.t, kündigt zwei Neuzugänge für sein Sender- und Kanalportfolio an. Der Dokumentations-Sender Tempora sowie der New-TV-Kanal ViktoriaSarina stoßen in Kürze zum Programm von waipu.tv hinzu.

Der neue Kanal Tempora bietet seinen Zuschauern ein laufend aktualisiertes Programm an Dokumentationen und Dokumentarfilmen, Reportagen, Berichten und Geschichtsfilmen. Dabei können sich waipu.tv-Kunden zum Start vor allem über spannende „People“-Dokumentationen freuen – darunter eigene Formate zu Marilyn Manson, Oliver Kahn, Dalai Lama, Barack Obama oder Pink Floyd.

ViktoriaSarina – der New-TV-Neuzugang bei waipu.tv – richtet sich an ein weibliches Publikum und unterhält mit kreativen Inhalten am Trend der Zeit. Von interessanten Produkttests, über spannende BFF-Battles bis hin zu bunten Styling-Tipps: Viki und Sarina sind beste Sandkastenfreundinnen, DIY-Expertinnen aus Leidenschaft und Gesichter des beliebten Kanals ViktoriaSarina. Sie sind die Shooting-Stars in der jungen weiblichen Youtube-Szene und erreichen dort fast 1,7 Millionen Abonnenten. Mit waipu.tv feiern die beiden Power-Mädels ihre Premiere auf dem großen Bildschirm in den Wohnzimmern.

Tempora steht waipu.tv-Nutzern ab sofort zur Verfügung, VikrotiaSarina startet am 4. Februar. Beide Kanäle sind ab dem waipu.tv Free-Paket verfügbar.
www.waipu.tv


Digitalradio Aktuell

Bundesweite DAB+ Planung: Zweites nationales Programmensemble noch in diesem Jahr
Offenbar ist der Weg frei für bis zu 16 weitere bundesweit und digital verbreitete Radioprogramme in Deutschland. Die Digital Audio Broadcasting Plattform GmbH (DABP) und die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) haben sich darauf verständigt, ihren Rechtsstreit um eine bundesweite DAB+ Lizenz beizulegen. Nach der unter Mitwirkung der Antenne Deutschland GmbH und weiterer Partner erzielten außergerichtlichen Einigung könnte die Aufschaltung eines zweiten nationalen Ensembles mit bis zu 16 bundesweit empfangbaren Privatradioprogrammen noch in diesem Jahr erfolgen.

Stefan Raue, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant von Deutschlandradio: „Die außergerichtliche Lösung beendet einen komplexen Rechtsstreit in der deutschen Radiolandschaft. Für die Digitalisierung des Hörfunks ist sie ein starkes Signal, das auch die digitalen regionalen und lokalen Radioangebote in den Bundesländern beflügeln kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die in intensiven Verhandlungen vor allem auch im Sinne der Hörerinnen und Hörer entschieden haben. Mit bis zu 16 weiteren DAB+ Programmen wäre der bundesweite Hörfunk in Deutschland so vielfältig wie nie.“

Die genauen Inhalte der Einigung sind noch nicht bekannt. Die Anzahl der teilnehmenden privaten Veranstalter und ihrer Programme sollen ebenso wie die konkrete Aufteilung von Sendernetz- und Plattformbetrieb Gegenstand kommender Verhandlungen sein.

Kern der gerichtlichen Auseinandersetzung waren die von der DABP erhobenen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der ursprünglichen Zuweisungsentscheidung von DAB+ Frequenzen durch die Gremien der SLM. Diese hatte 2017 der Antenne Deutschland GmbH bundesweite DAB+ Übertragungskapazitäten zugewiesen und den konkurrierenden Antrag der DABP abgelehnt. Dagegen erhob die DABP im Dezember 2017 Klage beim Verwaltungsgericht Leipzig, das der Klage mit Urteil vom Mai 2019 teilweise stattgab.

Lars Bayer, Sprecher für die am Veranstalter Antenne Deutschland beteiligte Media Broadcast: „Antenne Deutschland begrüßt, dass sich die SLM und die DABP außergerichtlich geeinigt haben. Wenn die Klage gegen die SLM, wie angekündigt, zurückgezogen wird, wird damit die Plattformzuweisung der SLM an die Antenne Deutschland bestandskräftig. Anschließend will Antenne Deutschland das bundesweite DAB+ Angebot noch in 2020 an den Start bringen. Wir werden uns nach der Klagerücknahme zu unseren Plänen äußern. Das ist eine sehr positive Entwicklung für den deutschen Radiomarkt.“
www.dabplus.de

Neues nationales DAB+ Radioangebot: Das bringt der „zweite Bundesmux“
Radiohörer und Besitzer von DAB+ Radios können sich freuen: Das Angebot im Digitalradio steigt künftig um bis zu weitere 16 bundesweite Programme. Mit der Beilegung eines Rechtsstreits und einer außergerichtlichen Einigung zwischen der Digital Audio Broadcasting Plattform GmbH (DABP) und der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) ist der Weg frei für eine noch größere Angebotsvielfalt über DAB+.

Von den zusätzlichen Angeboten werden Radiohörer vom Start weg bundesweit profitieren. Laut Experten sollen die bis zu 16 nationalen Programme schon 2020 bundesweit fast flächendeckend und entlang fast aller wichtigen Verkehrswege wie Autobahnen zu empfangen sein. Zu weiteren Details wollen sich die Veranstalter Antenne Deutschland und Netzbetreiber Media Broadcast später äußern.

Vom größeren Programmangebot profitieren vor allem Hörer in Bundesländern, in denen die Medienpolitik noch mit der Ausschreibung regionaler Kapazitäten zögert, beispielsweise in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen oder Mecklenburg-Vorpommern. Schon heute können Radiohörer hier die 13 Programme des ersten nationalen Multiplex – Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, Deutschlandfunk Nova und neun Privatradios – sowie Hörfunkprogramme der entsprechenden ARD-Landesrundfunkanstalten empfangen, darunter auch viele neue Programme, die es auf UKW nicht gibt. Zusammen mit den zusätzlichen bis zu 16 Privatradios im zweiten Bundesmux können dann fast überall in Deutschland mindestens 35 Radioprogramme mit jedem handelsüblichen DAB+ Radio gehört werden. Dort, wo das Angebot bereits um regionale Programme ergänzt wird, sind künftig bis zu 90 Radioprogramme über DAB+ verfügbar. DAB+ Radios gibt es ab ca. 30 Euro im Handel.

Schon Ende 2016 hatte die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten den Weg zur Ausschreibung für die nationale DAB+ Bedeckung frei gemacht. Als Ergebnis der Ausschreibung sind vier Bewerbungen von interessierten Plattformanbietern bei der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), die als zuständige Landesmedienanstalt bestimmt wurde, eingegangen. Von diesen hatten sich später Absolut Radio Digital und Media Broadcast zum Konsortium Antenne Deutschland GmbH zusammengeschlossen.

Im Jahr 2017 hatte die SLM diesem Unternehmen die Übertragungskapazitäten für die bundesweite terrestrische Verbreitung zugewiesen. Gleichzeitig lehnte sie den um diese Kapazitäten konkurrierenden Antrag der DABP um Investor und Initiator Steffen Göpel ab. Gegen diese Zuweisungsentscheidung erhob die DABP im Dezember 2017 Klage beim Verwaltungsgericht Leipzig. Das Gericht gab der Klage der DABP mit Urteil vom Mai 2019 teilweise statt. Die SLM legte daraufhin im September 2019 Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht ein, die aufgrund übereinstimmender Anträge der Parteien zugelassen worden war.

Die nunmehr erreichte außergerichtliche Einigung beendet laut SLM eine der bedeutendsten Rechtsstreitigkeiten der deutschen Medienlandschaft der jüngeren Geschichte und macht den Weg für die zusätzlichen bis zu 16 nationalen Radioprogramme frei.
www.dabplus.de

Quelle: www.satellifax.de









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